14.10.2021 14:52 |

Lebensraum schwindet

Eine von fünf Vogelarten in Europa bereits bedroht

In Europa ist eine von fünf Vogelarten bedroht oder potenziell gefährdet, der Bestand von drei Vogelarten ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Insgesamt gelten laut Roter Liste 71 Arten (13 Prozent) als bedroht, 35 (sechs Prozent) als potenziell gefährdet. Der verbesserte Status des Rotmilans und des Azorengimpels aber zeigt, dass gezielte Ansätze zur Artenerholung funktionieren können.

Die Europäische Rote Liste der Vögel 2021 zeichnet ein eher düsteres Bild, was die Vogelpopulationen in Europa betrifft: See-, Wasser-, Wat- und Greifvögel sind demnach die am stärksten bedrohten und am schnellsten abnehmenden Vogelgruppen in Europa; marine Lebensräume, Ackerland, Feuchtgebiete und Wiesen die Lebensräume mit den am stärksten bedrohten und/oder rückläufigen Arten. Die Mehrheit der Lerchen, Ammern und Würger ist rückläufig, andere wichtige Gruppen mit signifikanten Rückgängen sind Enten und Watvögel, so BirdLife International am Donnerstag.

71 Vogelarten bedroht, 35 potenziell gefährdet
Insgesamt gelten laut Roter Liste 71 Vogelarten (13 Prozent) in Europa als bedroht, 35 (sechs Prozent) als potenziell gefährdet. Fünf Vogelarten sind regional ausgestorben: Balearensturmtaucher (Puffinus mauretanicus), Steppenadler (Aquila nipalensis), Kammblässhuhn (Fulica cristata), Steppenkiebitz (Vanellus gregarius) und Weidenammer (Emberiza aureola).

Zu den Hauptursachen für den Rückgang der Populationen gehören großflächige Landnutzungsänderungen, intensive landwirtschaftliche Praktiken, Übernutzung der Meeresressourcen, Verschmutzung der Binnengewässer und Infrastrukturentwicklung.

Bestand der Turteltauben um zwei Drittel gesunken
Der Status der Turteltaube ist weiterhin gefährdet, da intensive landwirtschaftliche Praktiken ihre Brutstätten auslöschen und der starke Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln zu einem signifikanten Rückgang der Nahrungsverfügbarkeit führt. In Österreich sank der Bestand den vergangenen 20 Jahren um zwei Drittel. Der Status des Schwarzhalstauchers hat sich von nicht gefährdet zu gefährdet geändert.

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