Höchstwerte festgelegt
Rückruf von Babynahrung: Behörde schaltet sich ein
Nach Rückrufen von Babynahrung hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) eingeschaltet. Sie hat am Montag Höchstwerte für das Toxin Cereulid festgelegt, das manchmal im Milchpulver vorkommt. Zunächst war unklar, ob die neue Empfehlung zu weiteren Rückrufaktionen führen würde.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Efsa schlugen eine zulässige Tagesdosis (ARfD) von 0,014 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht für Cereulid bei Säuglingen vor. „Diese Empfehlung soll den Risikomanagern in der EU dabei helfen, zu entscheiden, wann Produkte vorsorglich aus Gründen der öffentlichen Gesundheit vom Markt genommen werden müssen“, teilte die Behörde mit, die ihren Sitz in Italien hat. Der Hintergrund ist, dass sehr junge Babys deutlich empfindlicher auf Giftstoffe reagieren als Erwachsene.
Wie berichtet, hatte der Lebensmittelhersteller Danone in Deutschland vergangene Woche mehrere Chargen seiner Babynahrung der Marke „Aptamil“ zurückgerufen und das damit begründet, dass Cereulid enthalten sein könnte. Auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé rief deswegen – auch in Österreich – schon mehrere Säuglingsnahrungsprodukte vorsorglich zurück. Seit Dezember gab es in mehr als 60 Ländern Rückrufaktionen. Die EU-Behörde empfahl Eltern, die betroffenen Produkte auf keinen Fall mehr zu verwenden.
„Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Hersteller des betroffenen ARA-Öls die Firma Cabio Biotech“, schilderte eine Sprecherin des Schweizer Bundesamts für Lebensmittelsicherheit (BLV). Diese Firma hat ihren Sitz in Wuhan.
Erbrechen und Durchfall möglich
Cereulid ist ein Toxin, das von bestimmten Bakterien produziert wird, und nach dem nicht in Standardtests bei Kontrollen gesucht wird. Es kann 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen. Das französische Gesundheitsministerium sprach von „Verdauungsstörungen“. In Frankreich gab es zwei Todesfälle, für die verunreinigte Babynahrung verantwortlich sein könnte. In Belgien ist ein Baby nach dem Verzehr erkrankt. Die Ermittlungen laufen noch.









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