Noch diese Woche treffen die neuen US-Waffen an der Front ein. Es ist höchste Eisenbahn. Hoffentlich kommt das enorme Hilfspaket von 61 Milliarden Dollar nicht zu spät, um die militärische Lage der Ukraine zu stabilisieren. Es wird nämlich das letzte sein.
Im November verlassen führende „Europäer“ den US-Kongress, und wenn Joe Biden auch gehen muss, dann der letzte Präsident, der mit Europa noch emotional verbunden ist. Die Herausforderung aus China wird künftig die Außenpolitik der USA bestimmen, der Migrationsdruck aus Südamerika die Innenpolitik.
Es wird Europa nicht erspart bleiben, seine Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen. Eine Konferenz jagt die andere, aber Europa ist noch immer nicht in der Lage, seine Kräfte zu bündeln. Immer zu wenig, immer zu spät. Die Blamage des EU-Gipfels, eine Million Artilleriegeschoße zwar versprechen, aber nicht liefern zu können, ist ein verheerendes Armutszeugnis.
Dabei wäre es schon höchste Zeit, sich vorsorglich Gedanken über Alternativen zum Krieg zu machen. Einen Sieg über Russland sollte man sich angesichts der Lage lieber aus dem Kopf schlagen, denn NATO-Truppen in die Ukraine wären der Weg in den ultimativen Krieg.
Im ersten Schritt sollte ausgelotet werden, ob die Sprachlosigkeit mit Putin bzw. Putins mit dem Westen beendet werden kann. Der zweite Schritt: Reden über eine Lösung zu akzeptablen Bedingungen.
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