Während unsere Dreier-Koalition die kargen Früchte ihrer Klausurtagung – mit ersten zaghaften Reformschritten – in Sympathiewerte umzumünzen versucht, hält der blaue Oppositionsführer Herbert Kickl heute in der Kärntner Landeshauptstadt große Heerschau ab. Die 5000 Plätze der Klagenfurter Messehalle sind längst ausverkauft. Der Andrang sei exorbitant, vermelden die Veranstalter.
EINERSEITS ist dies für die stärkste Parlamentspartei des Landes, die in den Umfragen auf die 40 Prozent zugeht, wenig erstaunlich.
ANDERERSEITS wird der freiheitliche Parteichef in seiner auf eineinhalb Stunden bemessenen Neujahrsrede neben der gewiss zu erwartenden harschen Kritik an der Regierung seinen Anhängern und der österreichischen Öffentlichkeit erklären müssen, wie er es in Zukunft anders und besser machen würde.
Die Stimmung im Lande und die Entwicklung der Meinungsumfragen scheinen nämlich darauf hinzudeuten, dass Kickl und seine Partei spätestens nach den nächsten Wahlen kaum mehr von der Regierungsverantwortung fernzuhalten sind. Und da wären dann realistische Lösungsmodelle für die Probleme des Landes und wirkliche Alternativen zur gegenwärtigen Politik der Wahlverlierer-Parteien vonnöten.
Und so wie für die derzeitige Regierung bloße Kickl-Verhinderung zu wenig ist, so wird für einen künftigen blauen Erfolg der Verweis auf die Schwäche der derzeitigen Koalition allein auch nicht reichen.
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