Unter dem Motto „Wie will ich leben“ stellte Hermann Schneider die kommende Spielzeit 2024/25 am Landestheater Linz vor. In den Sparten Schauspiel, Tanz, Musical, Oper und Junges Theater werden ab Herbst insgesamt 39 Neuproduktionen gezeigt, darunter sind vier Uraufführungen und sieben Österreichische Erstaufführungen.
Kriege, Klimawandel, gesellschaftliche Herausforderungen – das Theater schaut nicht weg: „Freiheit und Offenheit, Respekt und Toleranz sind die Werte einer Welt, in der man leben will und kann. Dies zeigen und reflektieren die Werke in allen Sparten und Genres der neuen Spielzeit“, sagt Hermann Schneider, der als Intendant des Landestheaters Linz seine neunte Saison zusammenstellte.
Die Themenklammer über 39 Neuproduktionen ist die Fragestellung „Wie will ich leben“. Auch die Politik ist davon angetan: „Das Motto ist ein Glücksgriff in den aktuell sehr herausfordernden Zeiten“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer, der sich gespannt zeigt, weil mit David Bösch ab Herbst 2024 auch ein neuer Schauspieldirektor am Werk ist.
Dem Fest folgt das Gedenken
Dieser hinterlässt im Spielplan bereits doppelt seine Handschrift. Er inszeniert zum Saisonauftakt Shakespeares „Viel Lärm um Nichts“ (ab 14. September): „Mit Fantasie und Leichtigkeit und Poesie“, sagt er im „Krone“-Talk. Die Produktion, mit der sich Bösch dem Linzer Publikum vorstellt, läutet nicht nur die Saison im Schauspiel ein, sondern startet auch ein viertägiges Theaterfest. Und er bringt am 10. Mai „Die Flucht“ von Lida Winiewicz auf die Bühne – anlässlich 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: „Mit Gefühl und Mitgefühl sind meine persönlichen Leitlinien für die Schauspielsaison.“
Große Opern und Musicals, Weltstars am Tanzparkett
Chefdirigent Markus Poschner freut sich besonders auf Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ (ab 25. Jänner 2025) und Leoš Janačeks Oper „Die gerissene Füchsin“: „Ich hatte die Oper schon lange auf meinem ,Speisezettel‘“. Weitere Highlights: „Die Zauberflöte“ oder „Madama Butterfly“. In der Musicalsparte sticht der Klassiker „Sweeney Todd“ hervor, im Tanz choreografieren Weltstars, darunter Emanuel Gat bei „Lovetrain 2.0“.
Im Jungen Theater darf man sich auf Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ freuen – oder auf das Familienmärchen „Der Gestiefelte Kater“ in der Weihnachtszeit.
Kartenpreise variieren je nach Wochentag
„Wir sind gerade euphorisch, denn wir haben heuer schon 16.351 Abos verkauft“, freut sich Thomas Königstorfer, kaufmännischer Direktor des Landestheaters Linz. Das sei annähernd so viel wie im Jahr 2014 als das Musiktheater eröffnet worden ist.
Die Karten werden in der nächsten Saison dennoch teurer, wenn auch „unter der Inflationsrate. Wir bleiben sogar bei den Musical-Eigenproduktionen unter 100 Euro.“ Im Tanz hebt man die Preise gar nicht an. Und er gibt als Tipp: „An manchen Wochentagen sind die Karten günstiger“.
Der Vorverkauf für die Spielsaison 2024/25 startet heute.
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