Der Großteil der Schädlinge habe ein klares Ziel: den Diebstahl von Spiele-Account-Daten, so Christian Funk, Virenanalyst und Gaming-Security-Experte bei Kaspersky Lab. "Der Diebstahl virtueller Gegenstände und ganzer Accounts ist eine Nische im Bereich Cyberkriminalität, jedoch eine sehr lukrative." Immer mehr Spieler seien bereit, reales Geld für virtuelle Güter auszugeben, um so den Weg zum perfekten Charakter abzukürzen und einen Vorteil gegenüber anderen Spielern zu erlangen.
Aktuelle Zahlen von Kaspersky Lab zeigen, welche Spieler europaweit am häufigsten davon betroffen sind. Die Top Ten mit den meisten Angriffsversuchen, die im Gaming-Bereich zwischen April und Juni 2012 durchgeführt wurden, führt Spanien (78.000 Attacken), vor Polen (75.000) und Italien (54.000) an. Es folgen Frankreich (30.000), Deutschland (16.000 Angriffe), Griechenland, Rumänien, Großbritannien, Ungarn und Portugal. Österreich und die Schweiz folgen auf den Plätzen 14 und 15.
Laut Funk schützen sich Gamer am besten durch starke und vor allem einzigartige Passwörter. "Der Schlüssel zum virtuellen Hab und Gut ist das Passwort, dessen Stärke und Einzigartigkeit bestimmt damit die Account-Sicherheit." Darüber hinaus gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: regelmäßige Updates von Betriebssystem und Software sowie ein aktueller Virenschutz.
Grundvoraussetzung sei aber immer noch, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. "Gerade Phishing-Attacken verbergen sich häufig hinter professionell aufbereiteten E-Mails mit dem Ziel, Account-Daten zu stehlen. Daher sollten Anwender nie auf in E-Mails enthaltene Links klicken und Internetadressen immer manuell beziehungsweise über die Verwendung von Lesezeichen eingeben", so Funk.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.