Lukratives Geschäft

Gamer zunehmend im Visier von Cyberkriminellen

Spiele
17.08.2012 09:58
Gamer geraten zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen. Nach Angaben des Sicherheitsanbieters Kaspersky hat sich die Situation in den vergangenen Monaten verschärft: Gab es im Dezember 2011 erst 2,7 Millionen Gaming-Schädlinge, so hätten es derzeit etwa 3,3 Millionen verschiedene Schadprogramme auf Gamer abgesehen, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Der Großteil der Schädlinge habe ein klares Ziel: den Diebstahl von Spiele-Account-Daten, so Christian Funk, Virenanalyst und Gaming-Security-Experte bei Kaspersky Lab. "Der Diebstahl virtueller Gegenstände und ganzer Accounts ist eine Nische im Bereich Cyberkriminalität, jedoch eine sehr lukrative." Immer mehr Spieler seien bereit, reales Geld für virtuelle Güter auszugeben, um so den Weg zum perfekten Charakter abzukürzen und einen Vorteil gegenüber anderen Spielern zu erlangen.

Aktuelle Zahlen von Kaspersky Lab zeigen, welche Spieler europaweit am häufigsten davon betroffen sind. Die Top Ten mit den meisten Angriffsversuchen, die im Gaming-Bereich zwischen April und Juni 2012 durchgeführt wurden, führt Spanien (78.000 Attacken), vor Polen (75.000) und Italien (54.000) an. Es folgen Frankreich (30.000), Deutschland (16.000 Angriffe), Griechenland, Rumänien, Großbritannien, Ungarn und Portugal. Österreich und die Schweiz folgen auf den Plätzen 14 und 15.

Laut Funk schützen sich Gamer am besten durch starke und vor allem einzigartige Passwörter. "Der Schlüssel zum virtuellen Hab und Gut ist das Passwort, dessen Stärke und Einzigartigkeit bestimmt damit die Account-Sicherheit." Darüber hinaus gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: regelmäßige Updates von Betriebssystem und Software sowie ein aktueller Virenschutz.

Grundvoraussetzung sei aber immer noch, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. "Gerade Phishing-Attacken verbergen sich häufig hinter professionell aufbereiteten E-Mails mit dem Ziel, Account-Daten zu stehlen. Daher sollten Anwender nie auf in E-Mails enthaltene Links klicken und Internetadressen immer manuell beziehungsweise über die Verwendung von Lesezeichen eingeben", so Funk.

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