570.000 dürfen wählen

AK-Wahl: Was sind die Themen, wer die Kandidaten?

Oberösterreich
22.02.2024 14:00

Schon dieser Tage startet die Kür des künftigen „AK-Parlaments“ in Oberösterreich - 340.000 Landsleute sind wahlberechtigt, finden Stimmzettel in ihren Postkästen. Was gibt es für Themen und wer sind die Kandidaten? Die „Krone“ gibt einen Überblick.

Offizieller Wahltermin ist die Zeit zwischen dem 5. und 18. März - aber schon dieser Tage finden etwa 340.000 oberösterreichische Mitglieder der Arbeiterkammer (AK) Stimmzettel in ihren Postkästen. Gewählt wird konkret die AK-Vollversammlung. Dieses „Parlament der Arbeiterkammer“ besteht aus 110 Kammerräten, die jetzt zur Wahl stehen. Diese wiederum wählen den Präsidenten, seine Stellvertreter, den Vorstand sowie den Kontrollausschuss. Insgesamt sind in OÖ 570.000 Beschäftigte wahlberechtigt.

FSG-Kandidat tritt erstmals an
Das absolut stärkste Gewicht in der AK hat die FraktionSozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG). Für sie steigt erstmals Andreas Stangl in den Ring, der das Amt des Präsidenten im 2021 vom roten Schwergewicht Johann Kalliauer übernommen hat. Seine Schwerpunkte: leistbares Leben, Gerechtigkeit („2000 Euro Mindestlohn in jeder Branche“), Gleichberechtigung der Geschlechter und die Jugend.

Stangls extrem hochgestecktes Ziel: „Wir wollen jene 29 Prozent der Wähler überzeugen, die wir beim letzten Mal nicht erreicht haben.“ 2019 schaffte Vorgänger Kalliauer den historisch besten Wert von 71,01%. Das will Präsident Stangl toppen.

ÖAAB/FCG-Liste mit zwei Spitzenkandidaten
Die Vertreter der ÖVP (13,41% im Jahr 2019) treten mit der Liste ÖAAB/FCG als „Die Zwei“ an. Ziel sei es, die 15 Mandate in der AK-Vollversammlung zu halten, sagen Cornelia Pöttinger und Franz Lumetsberger, die ein Bewerberfeld aus 188 Kandidatinnen und Kandidaten anführen.

Können die Blauen groß abräumen?
Spannend wird, wie in der aktuellen politischen Großwetterlage die Freiheitlichen Arbeitnehmer abschneiden. Gerhard Knoll, der einen Aufreger politisch nur knapp überlebt hat (Stichwort 100 € im Wahlkuvert), geht mit 10,2% aus 2019 ins Rennen. Möglicher Auftrieb: Bei der Betriebsratswahl der SKF in Steyr (1100 Mitarbeiter) nahmen die Blauen den roten Gewerkschaftern zwei Mandate ab.

„Fairness und Gerechtigkeit“
Martin Gstöttner sieht seine Liste AUGE/UG (Alternative, Grüne und Unabhängige Gewerkschafter) tief in der AK verankert. Er hat 220 Kandidaten hinter sich: „Wir treten an als Sinnbild von Fairness und Gerechtigkeit, von Chancengleichheit und gelebter Gleichberechtigung.“

Bei der bereits abgeschlossenen AK-Wahl in Salzburg legte die FSG zu, in den schwarz dominierten Kammern in Tirol und Vorarlberg waren die Gewinner die Freiheitlichen.

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