Die vermehrte Bewohnerkritik wegen langsam bearbeiteter Aufträge könnte mit wenigen Gswb-Mitarbeiter zu tun haben. Salzburgs größte gemeinnützige Wohnbaugesellschaft weist das zurück.
Rund 30.000 Reparaturaufträge erhält Salzburgs größte Wohnbaugesellschaft Gsbw jährlich. Wie die Bearbeitung genau aussieht, damit beschäftigten sich im Dezember Kontrollamtsprüfer. Die Aufregung war groß, als sich herausstellte, dass Mitarbeiter vor diesem Termin per Mail aufgefordert wurden, gewisse so genannte Tickets frühzeitig auf „erledigt“ zu stellen.
Ein Hausverwalter ist für fast 1.800 Wohnungen zuständig und wird dabei von den genannten Mitarbeitern des Wohnungswechsels und der Haustechnik unterstützt. Zusätzlich werden definierte Aufgabenbereiche und Anliegen von Kunden selbständig von den Mitarbeitern des Kundencenters erledigt.
Gswb-Sprecher
Seit Ende Jänner erhält die „Krone“ regelmäßig Anrufe von besorgten und teils auch wütenden Bewohnern aus dem Salzburger Gswb-Kosmos. Meist lautet der Tenor: Auf Anfragen werde nur schleppend reagiert, manchmal werden Fälle nicht mehr bearbeitet. Oder, noch schlimmer, man wird nach wiederholtem Beschweren sogar ignoriert.
Extra-Mitarbeiter für 1400 Wohnungswechsel
Es sind Vorwürfe, die die Gswb aufs Schärfste zurückweist. So auch den Verdacht, es gäbe schlichtweg zu wenig Mitarbeiter. Die Recherche ergibt auch, dass 15 Hausverwalter sich um 25.000 Wohnungen im Bundesland kümmern müssen. Bedeutet: Pro Mitarbeiter sind das knapp 1700 Einheiten.
Zu den Anfragen, zu der Bitte um Reparaturen kommen zudem jährlich gut 1400 Wohnungswechsel. Unterstützung gibt es, das sagt die Gswb, von der Haustechnik, dem Kundencenter und fünf speziellen Wohnungswechsel-Mitarbeiterinnen.
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