Der Linzplus-Gemeinderat Lorenz Potocnik nennt Paris als Beispiel - dort wäre es schon „vollbracht“, ist auf der Pariser Ringautobahn Périphérique sogar nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erlaubt. In Linz schwebt Potocnik jetzt Tempo 60 vor.
„Der Zeitverlust für die Pendler und Linzer wäre minimal, der Gewinn an Lebensqualität für die Anrainer und die Stadt jedoch groß. Hier liegt einer der größten, leicht und sofort umsetzbaren Hebel, um die Lebensqualität in Linz zu steigern und die Luft zu verbessern. Praktisch ohne Verluste oder Nachteile. Denn von der Salzburger Straße bis Auhof bedeuten 60 statt 100 eine nur vier Minuten längere Fahrzeit. Für Durchreisende irrelevant, und für Pendler, die in Linz abfahren, nur rund zwei Minuten“, so der Linzplus-Politiker. (Anmerkung der Redaktion: Am beschriebenen Abschnitt gilt ein Tempolimit von 80 km/h)
Ministerin soll Höchstgeschwindigkeit drosseln
Im Gemeinderat am Donnerstag bringt er dazu einen Antrag ein. Per Resolution soll die zuständige Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) gebeten werden, für die Dauer eines Jahres die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der A 7 zwischen Salzburger Straße und Auhof zu drosseln.
Mobilitätsreferent erteilt Ansinnen Absage
VP-Stadtvize und Mobilitätstreferent Martin Hajart erteilt dem Ansinnen Potocniks eine Absage: „Tempo 60 auf der Autobahn macht keinen Sinn. Ich habe diesbezüglich eine klare Haltung: Entschieden runter vom Gas in Wohngebieten – dort wo Menschen leben und Kinder spielen. Aber wo die Gegebenheiten passen, um schneller zu fahren, soll man das auch dürfen.“
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