Sie wollte es offenbar einfach nicht einsehen: Ein Parkplatzeinweiser gab einer Frau in Tirol zu verstehen, dass sie umdrehen sollte - doch diese dachte gar nicht daran. Sie fuhr den Anweiser erst leicht an, dann etwas heftiger - und schließlich landete er auf der Motorhaube ihres Pkw.
Was soll man dazu sagen? Auf einem Parkplatz bei Einweisungsaufgaben in der Tiroler Gemeinde Grän wollte am Samstag gegen 10.35 Uhr eine Slowenin (36) offenbar nicht länger warten und scherte mit ihrem Pkw aus einer Kolonne aus. Sie fuhr in Richtung des Parkplatzeinweisers (30).
Intensiver Blickkontakt - doch nichts nützt
Dieser gab ihr mittels Handzeichen zu verstehen, dass die Frau anhalten solle. Doch die 36-Jährige dachte offenbar gar nicht daran und fuhr dem „Einweiser“ von hinten leicht gegen den Unterschenkel, um diesen zum Verlassen der Straße zu zwingen. Das Anfahren des Einweisers hatte nicht den gewünschten Effekt, der machte nämlich einen schnellen, weiten Schritt nach vorne und drehte sich zur Slowenin um. Da sie die erste Aufforderung ignoriert hatte, versuchte es der Mann noch einmal: Er nahm intensiven Blickkontakt auf und gab ihr nochmals mittels Handzeichen zu verstehen, dass sie umdrehen solle.
Fährt mit Vollgas los, bremst ab, rauscht davon
Wie schon zuvor ignorierte die Frau erneut das Handzeichen - da konnte auch der intensive Blickkontakt nichts daran ändern. Sie wiederholte ihre Taktik und fuhr den Anweiser, dieses Mal von vorne, wieder leicht gegen die Schienbeine. Schließlich gab die Lenkerin Vollgas, sodass der 30-Jährige auf ihrer Motorhaube landete. Der Mann konnte sich mit beiden Händen unterhalb der Windschutzscheibe festhalten. Drei Meter dauerte die wilde Fahrt, dann bremste die 36-Jährige so abrupt wie sie losgefahren war. Der Mann rutschte seitlich von der Motorhaube und landete auf den Füßen.
Der Einweiser wurde glücklicherweise nicht verletzt. Die Frau setzte ihre Fahrt mit Vollgas fort. Sie wird nun wegen Nötigung und versuchter Körperverletzung angezeigt.
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