Leblos auf Straße

Hund obduziert: Wende im Fall des getöteten „Sam“

Kärnten
10.01.2024 11:27

Es ist wahrlich keine gute Nachricht - aber zumindest eine Beruhigung für Hundebesitzer in Villach: Wie die Obduktion des getöteten Vierbeiners „Sam“ ergab, dürfte er nicht von einem irren Tierhasser aufgeschlitzt, sondern „nur“ von einem fahrerflüchtigen Lenker totgefahren worden sein. 

Der Obduktionsbericht des extra von der Stadt Villach beauftragten Tierarztes liegt der „Krone“ vor - und das dargestellte Verletzungsbild des Vierbeiners liest sich zweifellos furchtbar. Dennoch kommt der Mediziner zum Schluss, dass es kein Messerangriff auf „Sam“ gewesen sein kann. „Der äußerlich sichtbare Bauchdeckenriss ist mit Sicherheit Folge einer stumpfen, äußeren Gewalteinwirkung. Eine Schnitt- oder Stichverletzung ist auszuschließen.“

Der erfahrene Arzt hat eine andere Vermutung: „Zusammenfassend sind die Verletzungen am ehesten mit einem Autounfall, wobei das Becken überfahren sein muss, in Zusammenhang zu bringen“, wie es weiters im Obduktionsbericht heißt. Sprich: Der auf seine Besitzer wartende Vierbeiner wurde in der Dorfstraße in St. Ulrich von einem Pkw-Lenker an- bzw. überfahren, der den sterbenden „Sam“ einfach zurückließ und ohne Meldung erstattet zu haben, Fahrerflucht beging.

Hundebesitzer haben Gewissheit
Nun haben die Besitzer in Holland zumindest traurige Gewissheit - auch wenn es ihren geliebten Vierbeiner nicht mehr lebendig macht. Aber sie wissen jetzt, dass „Sam“ nicht von einem irren Tierhasser zu Tode gequält worden ist. Und auch die Hundebesitzer in Villach müssen sich dank der medizinischen Aufklärung keine Sorgen mehr um mögliche weitere Angriffe machen.

1000-Euro-Prämie für Hinweise
Die Anteilnahme von Tierfreunden rund um den tragischen Tod des viereinhalbjährigen Mischlingshundes war bzw. ist jedenfalls groß. So hat sich unter anderem ein Spender bei der „Pfotenhilfe“ gemeldet und eine 1000-Euro-Prämie für Hinweise zum vermeintlichen Hundemörder ausgelobt. Ob das „Kopfgeld“ auch für die Ausforschung des fahrerflüchtigen Lenkers ausbezahlt wird, ist noch unklar.

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