Der 18-jährige Silbertaler Moritz Zudrell und der 20-jährige Schwarzenberger Martin-Luis Walch gelten als zwei der größten rot-weiß-roten Ski-Talente. Während der eine den Sprung in den Europacup bereits geschafft, aber dort noch auf Punkte wartet, feiert der andere seine ersten beiden FIS-Siege - und will sich vorerst mit dem nächsten Schritt noch Zeit lassen.
„Damit, dass ich hier auf dieser flachen Piste, noch dazu im Super-G, mein erstes FIS-Rennen gewinne, habe ich auf keinen Fall gerechnet“, gestand der 18-jährige Moritz Zudrell nach seinem Premierensieg auf der Reiteralm. Nachdem er am Donnerstag im ersten Rennen Sechster geworden war, ließ er der Konkurrenz am Freitag keine Chance, und verwies Silvan Walescha (Sz) um 0,38 Sekunden auf Rang zwei.
Junioren-WM wird ein Thema
„Die Bedingungen waren schwierig, man musste sehr exakt fahren“, schildert der Silbertaler, der sich dann am Nachmittag nach einem Slalom-Lauf auch noch den Sieg in der Kombi sicherte und damit seinen Sieg-Doppelpack perfekt machte. „Jetzt ist im Super-G ein wenig der Druck weg, dass ich meine Punkte bestätigen muss“, schnaufte der Head-Pilot durch, der gute Chancen haben sollte, Ende Jänner bei der Junioren-WM in Frankreich mit dabei zu sein.
Europacup muss noch warten
Ob er davor noch sein Debüt im Europacup geben wird, ist hingegen offen. „Momentan macht es für mich aufgrund der zu hohen Startnummer nur wenig Sinn“, erklärt der Montafoner Slalomspezialist. „Im Idealfall kann ich in den nächsten Rennen meine FIS-Punkte so verbessern, dass ich weiter vorne starten kann und so auch eine realistischere Chance habe, im Europacup in die Top-30 zu fahren.“
Weiter Warten auf Punkte
Ein Vorarlberger, der es bereits in den Europacup geschafft hat, ist Martin-Luis Walch. Jedoch muss der Schwarzenberger auch nach der gestrigen Abfahrt in Santa Caterina (It) weiter auf seine ersten Punkte warten. Am Donnerstag im ersten Rennen war er kurz vor dem Ziel gestürzt. „Schade, da wären Punkte drinnen gewesen“, ärgerte sich der 20-Jährige.
Sensationelle Zwischenzeit
Gestern reichte es 1,81 Sekunden hinter ÖSV-Sieger Stefan Rieser (S) nur zu Rang 35. Dabei lag der Head-Pilot laut FIS-Livetiming bei der ersten Zwischenzeit nur 0,04 Sekunden hinter Rieser, bei der zweiten dann gar 41 (!) Hundertstel voran. „Der Schlussteil war nicht gut, aber 2,2 Sekunden habe ich da sicher nicht verloren“, wunderte sich Walch.
Vor Weihnachten wartet noch Schladming
Stimmt! ÖSV-Trainer Georg Streitberger klärt auf: „Die Zwischenzeit war handgestoppt und stimmt sicher nicht. Malu ist gut drauf, fährt solide und wird sicher bald seine ersten Punkte holen.“ Das glaubt auch Walch, der Anfang nächster Woche zwei FIS-Riesentorläufe in Schladming bestreitet.
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