Zwei Tiroler Jugendliche mussten am Freitag ihre seltsam anmutenden Aktionen in der Pfarrkirche im Tiroler Schwaz vor Gericht erklären. Sie sollen unter anderem ein Pentagramm auf den 500 Jahre alten Steinboden gesprüht haben. Die beiden wurden verurteilt.
Auch den Beichtstuhl „verzierten“ sie im April mit der Zahlenfolge „666“, die für den Antichristen steht. Im benachbarten Vomp nahmen sie im selben Monat an mehreren Tagen außerdem weitere Fassaden mit Spray ins Visier. Hinzu kamen diverse Diebstähle von Fahrrädern, E-Scootern, Geldtaschen oder Handys. In einem Fall kam es zudem zum Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Teilbedingt Geldstrafen für die zwei Jugendlichen
Für diese Umtriebe und Taten gab es schließlich nach einem langen Verhandlungstag teilbedingte Geldstrafen. Einer der zwei Angeklagten wurde von Richterin Andrea Stefan schuldig gesprochen, E-Scooter und Fahrräder gestohlen zu haben sowie die als schwere Sachbeschädigung gewertete Aktion in der Pfarrkirche begangen zu haben. Dafür setzte es für ihn eine zur Hälfte bedingte Geldstrafe von 720 Euro.
Widerstand gegen Staatsgewalt führte zu höherer Strafe
Der zweite Angeklagte fasste eine deutlich höhere, ebenfalls teilbedingte Geldstrafe mit Probezeit aus: Von den verhängten 1120 Euro muss er die Hälfte unbedingt entrichten. Ihm wird etwa Diebstahl von Fahrrädern und E-Scootern, eine Sachbeschädigung durch eine Sprühaktion bei einem Bäcker sowie Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen.
Urteil bereits rechtskräftig
Die beiden jungen Männer wurden zudem zu einer Schadensgutmachung hinsichtlich der Fahrräder und E-Scooter verurteilt. Weiters wurde ihnen in ihrer nunmehrigen dreijährigen Probezeit Bewährungshilfe auferlegt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
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