Di, 16. Oktober 2018

Nach Amok-Übung

15.03.2012 15:16

Sicherheitschef von Klagenfurter Gericht nimmt den Hut

Nach einer Ende Februar von der Polizei am Bezirksgericht Klagenfurt durchgeführten Amok-Übung gibt es nun personelle Konsequenzen: Der Sicherheitsbeauftragte des Bezirksgerichts sei "über eigenes Ersuchen" seines Amtes enthoben worden, teilten der Präsident des Oberlandesgerichts Graz, Manfred Scaria, und der Kärntner Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger mit.

Nach der Übung war es zu heftiger Kritik gekommen: Viele der über den Übungscharakter des Geschehens nicht informierten Mitarbeiter hatten Schocks erlitten. Justiz und Polizei reagierten mit einer Untersuchung auf die Kritik. Dem Ergebnis derselben zufolge hatten zwei Faktoren zum Missglücken der Amok-Übung geführt: Fehler bei der Koordination zwischen Justiz und Polizei sowie die mangelnde Kommunikation gegenüber den Mitarbeitern des Bezirksgerichts.

Noch kein neuer Beauftragter gefunden
Eine Konsequenz aus der Untersuchung: Die Funktion des Sicherheitsbeauftragten wird in Zukunft ein anderer Mitarbeiter des Bezirkgerichts Klagenfurt wahrnehmen - der bis jetzt zuständige Richter gab diese Aufgabe "über eigenes Ersuchen" ab. Bis die Position neu besetzt ist, wird Gerichtsvorsteher Werner Radl das Amt übernehmen.

Trotz allem will man die aus der Übung gewonnenen Informationen nutzen und entdeckte Sicherheitsmängel beheben. Verschiedene bauliche Maßnahmen wurden bereits in Auftrag gegeben. "Ein Problem ist etwa die Hintertüre, durch die man Personen hereinlassen kann", sagte Thomas Hofmann, Sprecher des Oberlandesgerichts Graz, das für die Sicherheit an den Kärntner Bezirksgerichten zuständig ist.

Psychologische Betreuung dauert an
Die Betroffenen werden indes weiter psychologisch betreut, in Gruppen- und Einzelgesprächen soll das Verhalten während der Übung thematisiert werden, ein Teambuilding-Seminar ist dann für Ende April geplant. "Viele Leute haben sich bei der Übung versteckt und damit richtig reagiert. Auch das sollte besprochen werden", so Hofmann.

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