Mit 14 Jahren debütierte Julia Hagen als Solistin mit dem Wiener Jeunesse Orchester im Brucknerhaus Linz. Immer wieder kehrt die 28-jährige Salzburgerin, die heute in ganz Europa Konzerte gibt, gerne an den für sie besonderen Ort zurück. Donnerstag Abend widmet sich gemeinsam mit dem jungen Pianisten Alexander Ullmann Werken vergessener Komponistinnen.
Schon als Jugendliche konnte Julia Hagen eine große Karriere als Cellistin starten. Vielleicht kein Wunder, denn sie wuchs in einer berühmten Musikerfamilie auf. Vater, Onkel und Tante gründeten in den Siebzigerjahren das berühmte Hagen Quartett, der Großvater war Konzertmeister im Mozarteumorchester, Julias Mutter ist Bratschistin.
Oder doch ein Wunder, denn Wurzeln können auch fesseln. Aber die Ausnahmemusikerin tritt mittlerweile in ganz Europa und Japan auf. Sie konzertiert mit Klangkörpern wie dem Konzerthausorchester Berlin, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mozarteumorchester Salzburg oder dem Bruckner Orchester Linz.
Komponistinnen im Repertoire
Bei den Salzburger Festspielen präsentierte sie den „Sonnengesang für Violoncello, Chor und Schlagzeug“ von Sofia Gubaidulina, einer russischen Komponistin, die in Deutschland lebt.
Im Konzert am Donnerstag, 14. September, im Brucknerhaus konzentriert sich ihr musikalischer Dialog mit dem Pianisten Alexander Ullmann auf Werke von Komponistinnen ab dem 19. Jahrhundert bis heute, darunter Mélanie Bonis, Nadia Boulanger, Emilie Mayer und Sofia Gubaidulina. Das Brucknerfest 2023 beschreitet mit diesen selten gehörten Stücken einen einzigartigen Weg.
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