Einen gewaltigen Schreck bekam Margarete W. (70), als sie am Freitag die Tür zu ihrer Gartenhütte in Steyr öffnete. Denn oberhalb der Eingangstür hing eine Schlange in respekteinflößender Größe im Gebälk. Das Reptil hatte sich um einen Balken gewickelt – und wollte dort nicht mehr weg.
Die Pensionistin machte nach der nicht alltäglichen Entdeckung die Tür schnell wieder zu und hoffte, dass der unliebsame Besucher über Nacht die Gartenhütte wieder verlässt. Dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Am Samstag machte es sich das Kriechtier immer noch in der Hütte gemütlich.
„Prächtige, wohlgenährte Äskulapnatter“
W. wandte sich Hilfe suchend an den Schlangenexperten Hans Esterbauer, der nur 20 Minuten später bereits vor Ort war. „Ich habe gesehen, dass es eine prächtige Äskulapnatter ist, die sich aber derart um einen Balken geknotet hatte, dass ich keinen Schlangenhaken einsetzen konnte“, erklärt der Experte.
„Es handelte sich um ein sehr gut genährtes Weibchen mit einer imposanten Länge von 1,65 Metern.“
Schlangenexperte Hans Esterbauer
Um das Reptil nur ja nicht zu verletzen, musste er es vorsichtig vom Balken lösen. „Es handelte sich um ein sehr gut genährtes Weibchen mit einer imposanten Länge von 1,65 Metern“, so Esterbauer, für den es die größte Äskulapnatter war, die er in den vergangenen zwei Jahren einfing. Die Schlange wurde dann in einem Naturschutzgebiet ausgesetzt.
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