Bluttat aus Mordlust?
Deutscher gestand Kopfschuss auf Mitschüler (14)
Ein 15-jähriger Deutscher hat gestanden, seinen Mitschüler (14) mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Die Tat ereignete sich bereits im vergangenen September, seit dem 3. Mai steht der Jugendliche vor Gericht (siehe Video oben).
Am Montag ließ der Schüler Valerio eine entsprechende Erklärung durch seine Verteidigung verlesen. Der Schuss sei nicht geplant gewesen, sondern aus der Situation heraus entstanden, hieß es darin. Wie berichtet, tötete der 15-Jährige im vergangenen September auf dem Gelände einer Schule im fränkischen Lohr am Main den 14-jährigen Italiener Francesco mit einem Schuss aus einer Pistole. Die beiden gingen in dieselbe Mittelschule in der Kleinstadt Lohr am Main (Bayern).
Motiv weiterhin unklar
Zum möglichen Motiv gab es zunächst keine Informationen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Deutsche den Serienmörder Jeffrey Dahmer verehrt. Über ihn gibt es eine Netflix-Serie. Demnach soll Valerio die Tat nur begangenen haben, um jemanden zu töten – sprich aus Mordlust. Im Vorjahr war von einem Streit um ausgeborgtes Geld die Rede.
Da der Angeklagte jugendlich ist, schreibt das Gesetz eine Verhandlung hinter verschlossenen Türen vor. Der Prozess hat am 3. Mai begonnen. Bei Mord beträgt das Höchstmaß der Jugendstrafe zehn Jahre, Sicherheitsverwahrung ist unter engen Voraussetzungen möglich. Die Tatwaffe, eine Neun-Millimeter-Pistole des Typs Ceska CZ 75, gehörte einem 66-Jährigen, der im selben Haus wie der Angeklagte lebte. Wie der Jugendliche genau an die Waffe kam, ist bisher aber nicht öffentlich bekannt.







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