Krypto-Portfolio
Tipps zur Risikostreuung bei Investition in Krypto
Investitionen in Kryptowährungen sind eine riskante Wette - das kann selbst eine breite Diversifikation des allokierten Kapitals nicht verhindern. Trotzdem haben in Bitcoin und Co. investierte Gelder frühe Anleger glücklich und reich gemacht. Wer heute noch investieren möchte, sollte sein Risiko aber möglichst breit streuen.
Wer Kapital streut, kann sein übernommenes Risiko reduzieren
Der Bitcoin Kurs konnte sich zuletzt von seiner Schwächephase des vergangenen Jahres wieder leicht erholen, ist von seinem Allzeithoch aber noch weit entfernt. Das gilt ebenso für sogenannte „Altcoins“, also alternative Kryptowährungen abseits des Platzhirsches Bitcoin. Der LTC Kurs heute in Euro ist von seinem Höchststand weit entfernt. Einige Anleger sehen darin eine attraktive Einstiegsmöglichkeit, um beim nächsten „Bullrun“ (einer guten Phase mit steigenden Kursen) eine überproportional hohe Rendite einzufahren.
Alles auf eine Karte zu setzen ist aber, ebenso wie beispielsweise bei Rohstoffinvestitionen oder solchen in Unternehmen und deren Aktien, aber meist keine gute Idee. Den Vorgang, das eigene Kapital auf mehrere Investitionen aufzuteilen und dadurch Klumpenrisiken zu vermeiden, nennt man im Fachjargon Diversifikation - und die ist auch in der Welt der Kryptowährungen möglich. Mittlerweile gibt es, laut dieser Statistik, knapp 10.000 verschiedene halbwegs etablierte Kryptowährungen, was aber einem Rückgang von rund 15 % gegenüber dem letzten Krypto-Bullrun entspricht.
Ein Mix aus großen und kleinen Kryptowährungen
Das Risiko derartiger hochspekulativer Investitionen, wie solche in Kryptowährungen es zweifelsohne sind, lässt sich mit einem diversifizierten Portfolio nicht eliminieren. Das sollte aber auch nicht die Erwartungshaltung sein, denn am Kapitalmarkt erzielt bekanntlich nur derjenige eine Rendite, der gewillt ist Risiko zu übernehmen.
Das Krypto-Portfolio sollte aber nicht blind auf Risiko gepolt sein. Große, etablierte Kryptowährungen, wie es Bitcoin und Ethereum vor allen anderen Coins sind, bilden in einem ausgewogenen Krypto-Portfolio daher das Fundament ebenso wie das größte Stück des Investment-Kuchens. Sinnvoll kann sein, diese beiden Anker um verschiedene Alt-Coins zu erweitern. Diese rentieren in guten Phasen am Kryptomarkt meist deutlich besser als Bitcoin oder Ethereum, da sie schlicht mehr „Platz“ nach oben, was ihre effektive Marktkapitalisierung anbelangt, haben.
Eine gute Grundlage für Diversifikation ist daher: Geld mehrheitlich in etablierte Coins zu stecken, das zweitgrößte Stück des Portfolios in große und langjährig existierende Altcoins zu investieren, wie beispielsweise Litecoin, Chainlink, Polkadot und Co., während nur ein kleiner Teil in noch junge und ebenso kleine Projekte fließt. Insbesondere Kryptowährungen mit einer geringen Marktkapitalisierung haben ein hohes Totalausfall-Risiko, auch an Skandalen und schlicht Betrugsfällen mangelt es der Kryptobranche nicht - wie beispielsweise der Zusammenbruch der FTX-Börse zeigte.
Unterschiedliche Einsatzgebiete von Kryptowährungen erfassen
Nicht jedes Krypto-Projekt, wie Bitcoin, nahm sich vor die Fiat-Währungen (Euro, US-Dollar und Co.) zu ersetzen. Ethereum möchte als Plattform vor allem mit Smart Contracts punkten, Chainlink kooperiert mit dem internationalen Swift-System und will die Finanzbranche revolutionieren, andere Projekte widmen sich der Supply-Chain oder dem Gaming-Sektor. Diversifikation bedeutet auch, das eigene Risiko über mehrere Branchen und Krypto-Einsatzgebiete aufzuteilen.
Fazit: Ein hohes Risiko bleibt, reduzierbar ist es aber dank Diversifikation
Explosive Renditen oder Totalverluste - Licht und Schatten sind in der Krypto-Branche oft nah beieinander. Das macht eine möglichst breite und durchdachte Risikostreuung, durch Diversifikation des Portfolios, speziell bei Krypto-Investitionen unersetzlich.







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