"Was für ein Spiel!"

Ivanschitz nach Sieg gegen Bayern: "Genieße das sehr"

Fußball
28.11.2011 10:08
Andreas Ivanschitz schwebt nach seiner starken Vorstellung beim 3:2-Erfolg seiner Mainzer gegen die Bayern am Sonntag auf Wolke sieben. "Ich genieße diesen Erfolg sehr, ein Sieg gegen die Bayern gelingt dir nicht alle Tage", sagte der Burgenländer. Seine Truppe habe ein perfektes Spiel abgeliefert. "Unser Rezept ist aufgegangen. Wir sind tiefer als normal gestanden, aber auch unserem aggressiven Stil treugeblieben", fasste der 28-Jährige zusammen.

Noch emotionaler zeigte sich der 28-Jährige unmittelbar nach Schlusspfiff auf seiner Facebook-Seite. "Jaaaaaaaaaaaaaa", jubelte er seinen mehr als 1.600 "Likern" zu: "Was für ein Spiel, was für ein Sieg!"

Bayern-Goalie Neuer sah beim 1:0 alt aus
In der Tat hatte Ivanschitz allen Grund zur Freude. Er bot gegen die Bayern, bei denen sein ÖFB-Teamkollege David Alaba durchspielte, nicht nur eine starke läuferische Leistung, sondern setzte auch immer wieder entscheidende Akzente. Schon nach zehn Minuten krönte er seine Vorstellung zum ersten Mal: Der Ex-ÖFB-Teamkapitän umspielte nach einem Müller-Lochpass Bayern-Goalie Manuel Neuer und schob überlegt ins lange Eck ein.

"Ich habe Neuer umkurvt und wollte schon mit rechts abschließen - da habe ich Boateng gesehen und mir den Ball auf den linken Fuß gelegt und eingeschossen", schilderte Ivanschitz seinen vierten Saisontreffer. Zuvor hatte er auch schon gegen Schalke 04 (2:4), Nürnberg (3:3) und zuletzt am 4. November gegen Stuttgart (3:1) getroffen. Insgesamt hält der Ex-Rapidler nun bei 13 Bundesligatreffern in 59 Spielen. Fünf Minuten nach der Führung hatte Ivanschitz das 2:0 vor Augen, sein Volleyschuss mit seinem schwächeren rechten Fuß ging aber aus elf Metern deutlich drüber.

Doch nach Seitenwechsel trat der Burgenländer noch einmal groß in Erscheinung, zirkelte einen Eckball ideal auf den Kopf von Bungert, der zum zwischenzeitlichen 3:1 für die Mainzer einnetze. Es habe sich dabei um eine einstudierte Variante gehandelt, ließ Ivanschitz nach dem Match wissen: "Wir haben in dieser Saison noch nicht viele Tore aus Standards erzielt. Da freut es einen natürlich doppelt, wenn es funktioniert." Die beiden Tore von Daniel van Buyten für die Bayern zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich bzw. zum 3:2-Endstand brachten dem Titelkandidaten Nummer eins nichts mehr. "Wir haben nach dem Ausgleich kurz geschwächelt, aber letztendlich war es ein verdienter Sieg. Um eine Top-Mannschaft wie den FC Bayern zu besiegen, brauchst du eine Topleistung", so Ivanschitz.

Sonderlob von Tuchel und der Presse
Von Trainer Thomas Tuchel gab es für seinen Regisseur Sonderlob. "Andy ist diese Saison extrem gefährlich aus der Position als hängende Spitze", sagte Tuchel. Und auch die deutschen Medien wussten die Galavorstellung des Mittelfeldspielers zu würdigen. Das Fachmagazin "kicker" gab dem ÖFB-Teamspieler die Note 2 und erkor ihn zum "Spieler des Spiels", von der "Bild" wurde er mit einem Einser bedacht und zum zweiten Mal in dieser Saison ins "Team der Runde" gestellt.

Der Mittelfeldmann habe wie aufgezogen gespielt, mit seiner Übersicht beeindruckt und gemeinsam mit Spitze Sami Allagui die Münchner Defensive gehörig durcheinandergewirbelt, war im "kicker" über den 28-Jährigen zu lesen. Auch der Präsident der Rheinhessen sparte nicht mit anerkennenden Worten für den Legionär, der das 1:0 selbst erzielt und das wichtige 3:1 per Kopf vorbereitet hatte. "Die Situation hat er klasse gelöst. Da merkt man, welche Erfahrung er hat", sagte Klubpräsident Harald Strutz über das Tor des Burgenländers zur 1:0-Führung.

Neben Ivanschitz zählte für den "kicker" auch Julian Baumgartlinger mit Note 2,5 zu den besten Mainzern. Hingegen erhielt auf der Gegenseite David Alaba einen "Vierer". Die weiteren "kicker"-Noten der Österreicher: 2,5 für Emanuel Pogatetz (Hannover 96) nach 1:1 gegen Hamburger SV, 3 für Marko Arnautovic (Werder Bremen) nach 2:0 gegen VfB Stuttgart, 4 für Martin Harnik (VfB Stuttgart), 5 für Christian Fuchs (FC Schalke) nach 0:2 in Dortmund.

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(Bild: KMM)



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