Der Vorwurf des Betrugs mit Tickets - nicht erfolgte Abgaben an Bundesliga und Landesverband - könnte vorerst vom Tisch sein, weil erst 2010 von der Bundesliga die Zahlungen aus Kartenerlösen in einer Satzung verpflichtend geworden sein sollen. Diesbezüglich hätte Pangl befragt werden sollen.
Am Mittwoch soll Gutachter Fritz Kleiner noch einmal befragt werden. Die ursprünglich für Donnerstag und Freitag angesetzten Termine finden nicht statt. Weiter geht es am 13., 14. und 16. Dezember mit den Plädoyers, an letzterem Tag soll es dann die Beratung des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Karl Buchgraber sowie das Urteil geben.
Prozess seit März
Kartnig, dem ehemaligen Sturm-Präsidenten, wird - wie berichtet - schwerer Betrug, betrügerische Krida, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Unter den bisher befragten Zeugen waren zahlreiche ehemalige Spielergrößen wie Ivica Vastic, Roman Mählich, Hannes Reinmayr, Gilbert Prilasnig oder auch der derzeitige Trainer Franco Foda.
Zuletzt war es in dem seit März laufenden Prozess auch zu Verzögerungen gekommen, weil die Kartnig-Anwälte Michael Pacher und Richard Soyer verlangten, dass Staatsanwalt Johannes Winklhofer wegen Befangenheit ausgetauscht werden solle. Der Antrag wurde vom Leiter der Staatsanwaltschaft, Thomas Mühlbacher, abgelehnt (siehe Infobox).








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