In den Nachtstunden des 29. April 2011 fassten die vier Burschen und die junge Frau den Entschluss, einen Pizzaboten zu überfallen. Die Jugendlichen ließen sich ihre Bestellung in den Klagenfurter Festungspark liefern. Die 20-jährige Mutter eines vierjährigen Kindes und ihr Freund zogen sich dann allerdings in eine Wohnung zurück. "Ich wollte nicht dabei sein, ich kann das nicht mitanschauen", sagte die junge Frau vor Gericht.
Der 18-Jährige sowie seine beiden 20-jährigen Mithelfer warteten unterdessen auf ihr späteres Opfer. Als der Pizzabote im Park eintraf, schlug der Haupttäter zunächst mit der Faust zu. Erst als er auch noch einen Schlagring einsetzte, gab das Opfer seine Brieftasche her. Damit liefen die Jugendlichen davon. Den Verletzten ließen sie zurück. Die rund 300 Euro Beute teilten die Jugendlichen untereinander auf und kauften damit bei einer Tankstelle Getränke, Zigaretten und etwas zu essen. Das damals 25-jährige Opfer wurde mit einer Rissquetschwunde am Kopf ins Krankenhaus gebracht.
Harte Strafen wegen brutaler Vorgehensweise
Der Hauptangeklagte war nur 18 Tage vor der Tat wegen eines ähnlichen Deliktes zu einer zweijährigen teilbedingten Haftstrafe verurteilt worden. Diese muss er nun ebenfalls im Gefängnis absitzen. Er nahm gemeinsam mit seinen beiden Komplizen die Urteile an, daher sind diese bereits rechtskräftig. Der Richter begründete seinen Spruch mit der brutalen Vorgehensweise der Jugendlichen.
Obwohl die 20-Jährige und ihr Freund selbst nicht an der Tat beteiligt waren, jedoch auch nichts unternommen hatten, um diese zu verhindern, wurden auch sie vom Gericht hart bestraft.










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