Einigung bei Renten

Pensionen steigen großteils um 2,7 Prozent

Österreich
14.11.2011 21:57
Die Seniorenvertreter und die Regierung haben sich am Montagabend auf die Pensionsanpassung für das kommende Jahr geeinigt. Für Renten bis 3.300 Euro brutto wird es eine Erhöhung von 2,7 Prozent geben. Bis zu einer Pensionshöhe von 5.940 Euro brutto wird das Plus dann schrittweise auf 1,5 Prozent abgesenkt - diesen Prozentsatz gilt dann einheitlich für Pensionen über 5.940 Euro. Auch beim Alleinverdienerabsetzbetrag gab es einen Kompromiss.

Der Alleinverdienerabsetzbetrag für Personen, die keine Kinder betreuen, kann künftig bis zu einer Pension von 1.750 Euro wieder geltend gemacht werden, teilte Sozialminister Rudolf Hundstorfer nach der eineinhalbstündigen Sitzung mit. Der Betrag war mit dem Sparpaket 2011 grundsätzlich gestrichen worden, blieb aber für Pensionisten mit einer Rente bis zu 1.150 Euro. Nun wird diese Grenze auf 1.750 Euro angehoben.

Die 2,7 Prozent, die auch von der Pensionskommission gemäß der Inflation im fraglichen Zeitraum als Anpassungsfaktor festgelegt worden waren, gibt es laut Bundeskanzler Werner Faymann für alle ASVG-Pensionisten und 90 Prozent im Beamtenbereich.

Sowohl Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger als auch die Seniorenvertreter Andreas Khol und Karl Blecha zeigten sich mit dem erzielten Ergebnis zur Pensionsanpassung zufrieden. Besonders hervorgehoben wurde von den Pensionistenvertretern die Erhöhung der Grenze für den Alleinverdienerabsetzbetrag. 

Blecha: "Augenmaß für das Machbare"
Blecha betonte, man sei "mit Augenmaß für das Machbare" und "Verantwortung für kommende Generationen" bei den Verhandlungen bereit gewesen, bei einer Reihe von Punkten zurückzustecken. So nehme man etwa zur Kenntnis, dass die hohen Pensionen nicht 2,7 Prozent bekommen. Ein "großer Erfolg" sei, dass der Alleinverdienerabsetzbetrag bis 1.750 Euro wieder gewährt werde.

Khol bedankte sich für faire und letztlich gute Verhandlungen. Es sei gelungen, für 95 Prozent aller Pensionsberechtigten einen Teuerungsausgleich zu erreichen. Die Lösung beim Alleinverdienerabsetzbetrag sei eine "Maßnahme der Armutsbekämpfung".

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
14.11.2011 21:57
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt