Nach Einbrüchen im Gewerbepark Mutters führte die Polizei Dienstag früh auf der Brennerautobahn Kontrollen durch. Bei Schönberg fielen den Beamten zwei verdächtige Fahrzeuge auf, die sie genauer unter die Lupe nehmen wollten. Doch die Verdächtigen gaben Gas und nahmen Reißaus.
Die Exekutive konnte einen der Pkws stoppen und den Moldawier festnehmen. Erste Ermittlungen ergaben, dass eines der Autos bereits vor längerer Zeit gestohlen worden war. Das zweite Auto war in der Nacht auf Dienstag in Landeck entwendet worden.
Mindestens drei Verdächtige flüchten in Wald
Die Insassen des zweiten Wagens konnten entkommen. Die Polizei vermutet nun, dass sich die Verdächtigen in einem Waldstück im Wipptal aufhalten. Daher ersuchte die Exekutive die Bevölkerung um Wachsamkeit. Verdächtige Wahrnehmungen sollten an jede Polizeidienststelle gemeldet werden. Eine genaue Täterbeschreibung ist nicht bekannt. Die Verdächtigen seien vermutlich mit beschmutzter Kleidung unterwegs.
Verdächtiger bestreitet Tatbeteiligung
Bei seiner Einvernahme bestritt der mehrfach vorbestrafte Moldawier jeglichen Zusammenhang mit den kriminellen Handlungen. "Aufgrund der vorliegenden Spurensicherung können wir ihm aber die Beteiligung an einigen Einbruchsserien nachweisen", erklärte Christoph Hundertpfund, stellvertretender Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes. Beispielsweise sei der 24-Jährige bei Delikten in Hochfilzen, Fieberbrunn oder auch im Gewerbegebiet Mutters dabei gewesen.
Laut Polizei wurde der Verdächtige bereits 2008 verurteilt und im vergangenen September zur Strafverbüßung nach Moldawien abgeschoben. Jetzt kehrte er wieder nach Österreich zurück.
Bei den Einbruchsserien handle es sich "um mehrere Tätergruppen, aber immer mit dem gleichen ethnischen Hintergrund", teilte Hundertpfund mit. Sie alle würden aus Osteuropa kommen. Allein seit Anfang Oktober seien im Bundesland rund 70 Einbrüche gezählt worden.








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