Admira -Wacker Innsbruck 3:2
Die erste Hälfte war ein taktisches Geplänkel. Während die Innsbrucker vor den Augen von Neo-ÖFB-Teamchef Marcel Koller keine einzige nennenswerte Chance vorfanden, wurden die Südstädter zumindest dreimal gefährlich. Nach einem missglückten Abschlagversuch von Bea setzte Hosiner einen Volleyschuss hauchdünn daneben (29.), zudem verfehlte der Admira-Stürmer das Gehäuse, nachdem ihm Harding den Ball im Strafraum ungewollt ideal aufgelegt hatte (34.). Bei der einzig wirklich schön herausgespielten Aktion schoss Emin Sulimani nach einem schönen Schwab-Lochpass aus 13 Metern am langen Eck vorbei (38.).
Nach dem Seitenwechsel forcierten die Hausherren vorerst die Offensivbemühungen, ein Jezek-Volleyschuss ging deutlich drüber (49.), ein Hosiner-Versuch daneben (60.). Nach einer halben Stunde trauten sich die Innsbrucker aber mehr zu und wurden schnell belohnt. Nach einem leicht abgefälschten Zuspiel von Perstaller traf Merino aus elf Metern ins Eck (66.). Jubeln konnten die mitgereisten Tirol-Anhänger aber nur kurz. Zwei Minuten später spielte Schachner nach einer schönen Aktion über mehrere Stationen ideal auf Jezek, und der Tscheche hatte keine Mühe, mit seinem starken linken Fuß im Strafraum zu vollenden (68.).
Diesmal ließ die Antwort der Tiroler nicht lange auf sich warten, und wieder hatte Merino seine Beine im Spiel. Ein Freistoß des Spaniers wurde abgefälscht, der aufgerückte Dakovic musste aus kürzester Distanz nur noch abstauben (77.). Die Admira schlug aber noch spät zurück und sicherte sich am Ende sogar drei Punkte. Zuerst war der ungedeckte Dibon nach einem Zeman-Eckball per Kopf zur Stelle (89.), dann traf Jezek, neuerlich nach Zeman-Vorarbeit, mit einem wuchtigen Halbvolley-Schuss (92.).
Wiener Neustadt - Kapfenberg 2:0
Wiener Neustadt hat die starke Serie gegen den Kapfenberger SV fortgesetzt. Dank eines Elfmeters von Thomas Helly (63.) und eines Treffers von Mario Reiter (81.) besiegten die Niederösterreicher den KSV hochverdient.
Von Beginn weg entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Die Wiener Neustädter standen defensiv sicher, zeigten schöne Kombinationen und spielten sich in der ersten Hälfte ein halbes Dutzend sehr guter Torchancen heraus. Der Abschluss war das einzige Manko der Stöger-Elf. Serkan Ciftci (12., 27.), Thomas Helly (22., 29.), Daniel Wolf (23.) und Christian Ramsebner (31.) vergaben allesamt ihre Möglichkeiten. Von den Gästen aus Kapfenberg war nichts Produktives zu sehen. Die Steirer kamen in der ersten Hälfte zu keiner einzigen Torchance. Lediglich Torhüter Raphael Wolf verdiente sich Lob.
Ohne Abwehrchef Dominique Taboga, der mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgetauscht wurde, aber ein bisschen verbessert gingen die Kapfenberger die zweite Spielhälfte an. Die besseren Chancen hatte jedoch weiter Wiener Neustadt, aber erst ein Elfmeter erlöste die Heimischen. Nach einem Foul von Sharifi an Ciftci verwertete Helly den Strafstoß sicher (63.). Kapfenberg wurde danach etwas initiativer, blieb aber vor dem Tor harmlos. Auf der Gegenseite machte Reiter in der 81. Minute alles klar.
Ried - Mattersburg 2:0
Ried ist am Samstagnachmittag der Favoritenrolle zum Auftakt der zwölften Runde gerecht geworden. Die Oberösterreicher feierten gegen Mattersburg einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg. Marco Meilinger (14.) mit seinem ersten Bundesligatreffer und der Spanier Casanova (19.) brachten die Truppe von Chefcoach Paul Gludovatz schnell auf die Siegerstraße. Einzig negativ war der Ausfall von Emanuel Schreiner, der sich an Knie- und Sprunggelenk verletzte.
Angetrieben vom eigenen Publikum nahmen die Rieder sofort das Heft in die Hand. Nacho und Co. hatten mehr Ballbesitz, gewannen mehr Zweikämpfe und waren vor allem deutlich gefährlicher. Meilinger traf nach Zuspiel von Carril vom 16er mit links genau ins Eck (14.). Bereits zuvor hatte der 20-Jährige nach einem Nacho-Stangelpass aus fünf Metern etwas stümperhaft drübergeschossen (4.). Das 2:0 war ein Geschenk der Gäste. Nach einem Abschlag von Ried-Goalie Gebauer verfehlte Farkas an der Mittellinie per Kopf den Ball, dazu schlief die Mattersburger Abwehr, was Casanova die Möglichkeit eröffnete, alleine auf Borenitsch zuzulaufen und trocken einzuschießen (19.).
Nach einer halben Stunde gab es für die völlig harmlosen Burgenländer den nächsten Rückschlag. Goalie Borenitsch musste verletzungsbedingt vom Feld, nachdem er schon in der Anfangsphase bei einem Zweikampf den Fuß von Hinum ins Gesicht bekommen hatte. Nach dem Seitenwechsel flaute die Partie komplett ab. Die Oberösterreicher begnügten sich mit dem Verwalten des Resultats, die Burgenländer hatten zwar dadurch mehr vom Spiel, kamen aber kaum gefährlich in die Nähe des Rieder Tores. Einzige Ausnahme war ein schöner Konter, Gebauer parierte aber einen Bürger-Abschluss zur Ecke (64.).
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