Ein Studententrio trieb es in einer Innsbrucker Wohnung ziemlich bunt - bis die Stimmung kippte. Nachher wurden die beliebten „Spaßkämpfe“ von zwei Frauen in einem anderem Licht gesehen, für einen 25-Jährigen gab es eine Anklage.
Ticken ehrgeizige Innsbrucker Medizinstudenten wirklich wie pubertierende Teenager? Diese Frage warf ein Prozess um sexuelle Belästigung und Nötigung am Landesgericht auf. Ein 25-Jähriger hatte sich zwei WG-Mitbewohnerinnen gesucht und anfangs stimmte die Chemie. „Ich habe gemeinsame Kartenspiele und Ausflüge in Aussicht gestellt. Später habe ich aber mehr mit anderen Freundeskreisen unternommen“, erzählte der nunmehr Angeklagte. Kam es deshalb zum Stimmungsumschwung mit Folgen?
Das alles hatte keinen sexuellen Hintergrund, es war wie unter Geschwistern.
Der Angeklagte
Neckische Kämpfe an der Tagesordnung
Zum Verhängnis waren ihm vor allem sogenannte „Spaßkämpfe“ in der Dreier-WG geworden – Attacken mit Eiswürfeln, Kochlöffel-Schläge auf den Po, neckisches Gerangel bis hin zu blauen Flecken. „Das alles hatte keinen sexuellen Hintergrund, es war wie unter Geschwistern“, betonte der 25-Jährige. In Chats tauschte man sich aber höchst detailliert über sexuelle Themen aus.
Dem Abschied folgte die Anzeige
Als sich der Angeklagte mit den jungen Frauen zerstritt und er sich aus der WG verabschiedete, hatte er plötzlich die Strafverfahren am Hals. Sie hätten die ganze Karriere ruinieren können! Der erfahrene Sexualrichter Nobert Hofer resümierte letztlich: „Ich vermisse in allen Chats, dass seitens der Frauen auch einmal Stopp gesagt worden wäre.“ Im Gegenteil: Auch von den Damen kamen weiter sexuelle Anspielungen. Warum sie angesichts der behaupteten Übergriffe nicht schon früher Alarm schlugen, blieb unklar. Es erging ein bereits rechtskräftiger Freispruch für den 25-Jährigen.
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