Nach Oberösterreich, schon seit 2015, und jüngst auch Niederösterreich könnte nun auch Salzburg nach dieser Landtagswahl Schwarz-Blau bekommen - auch wenn das noch kaum ein Vertreter von ÖVP und FPÖ in Oberösterreich klar ausspricht. Aber Niederösterreich hat gezeigt, dass auch riesige persönliche Aversionen überwunden werden können.
FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner zeigt sich immerhin überzeugt, „dass mit diesem Ergebnis die Freiheitlichen in Salzburg zu einem wichtigen und mitbestimmenden Faktor in der Landespolitik wurden. Die Ausgrenzungspolitik gegenüber der FPÖ ist vorbei.“ Er hofft nun auf rasche Bundeswahlen. OÖVP-Geschäftsführer Florian Hiegelsberger macht nicht viele Worte: „Das Ergebnis ist für die Volkspartei natürlich schmerzhaft und wenig erfreulich.“ Die Ursachen? Hiegelsberger: Das Muster, das wir schon bei den Wahlen in Tirol, Niederösterreich und Kärnten gesehen haben, setzt sich auch in Salzburg fort.“ Nämlich, dass es Regierende heutzutage besonders schwer hätten.
Die Grünen haben bisher in Salzburg (mit ÖVP und Neos) mitregiert und büßen auch Wählerrückhalt ein. OÖ-Grünenchef Stefan Kainder hofft auf eine Fortsetzung in einer „Koalition der Mitte“, denn „in der Mitte braucht es Vernunft und Verantwortung für diese Gesellschaft.“ Für die SPOÖ sagt Geschäftsführer Florian Koppler vor allem zum ÖVP-Ergebnis: „Ich sehe den Wahlausgang als Zeichen der Unzufriedenheit mit der Landes- und der Bundespolitik, insbesondere durch unzureichende Maßnahmen gegen die Teuerung, siehe gescheiterte Mietpreisbremse.“ In Oberösterreich freut sich KPÖ-Chefin Gerlinde Grünn mit Salzburg: „Der Einsatz für leistbares Wohnen und das offene Ohr für die Sorgen der einfachen Menschen wurden belohnt.“
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