Filmfestival

Die Menschenrechte stehen im Fokus

Vorarlberg
06.03.2023 12:25

Von Cannes über Venedig und Berlin - im Schatten großer Filmfestspiele startet heute ein das „Human Vision Filmfestival“ bei dem, mit dem Film „Beyond the Wall“ den Teilnehmern, die Situation im Irak eindrücklich geschildert wird. Vorhang auf für Menschenrechte am Spielboden Dornbirn.

Ali ist blind und lebt isoliert in einem Wohnblock im Iran. Sein einziger Kontakt ist der Hausmeister, der ihn dabei erwischt, als er Selbstmord begehen will. Seine Situation ändert sich schlagartig, als Leila in sein Leben tritt. Sie ist auf der Flucht, nachdem sie an einem brutal niedergeschlagenen Arbeiteraufstand teilgenommen hat. Bei Ali findet sie Zuflucht vor ihren Verfolgern. Langsam lernen die beiden etwas, das im ganzen Land rar ist: einander zu vertrauen.

„Der iranische Eröffnungsfilm ’Beyond the Wall’ (Sonntag, 18 Uhr) hat uns mit seiner sehr eindrücklichen Bild- und Klangsprache zur aktuellen Situation im Iran gefesselt. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Petra Steger-Adami, Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, sowie mit Afshin Saadei, Vertreter des Iranischen Kulturhauses in Wien, über Trauma und Bewältigungsstrategien, Polizeigewalt und Proteste im Iran statt“, gibt Johny Ritter, einer der drei Kuratoren des Festivals, Einblick in das Programm. Der Film feierte 2022 bei den internationalen Filmfestspielen von Venedig Premiere. Die Dreharbeiten waren höchst heikel, da die iranischen Behörden keine Freigabe erteilten.

Bewusstseinsschaffung durch medium Film
Das „Human Vision Filmfestival“ stellt die Menschenrechte in den Mittelpunkt. „Menschenrechte sind Grundrechte, die für alle Menschen gelten und gelten sollten. Und doch gibt es allgegenwärtig Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen. Auf solche Missstände und Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, den eigenen Fokus zu verändern und ein Bewusstsein zu schaffen, dafür eignet sich das Medium Film ganz besonders“, erklärt Ritter, der selbst bereits Kurzfilme gedreht hat.

Das Motto des Festivals lautet heuer „Colours of Courage“, es geht um Zivilcourage. „Das Festival wird sich den Menschen widmen, die zuversichtlich über ihre Grenzen gehen, viel für einen nachhaltigen Wandel riskieren, für ihre Freiheit und für eine bessere Zukunft kämpfen und beweisen, dass eine bessere und gerechte Gesellschaft möglich ist“, sagt Ritter. „Filme können informieren, sensibilisieren und wirken auch ganz unmittelbar auf einer emotionalen Ebene. Wir hoffen darauf, Bewusstsein zu schaffen und wollen die Besucher dazu anregen, ihre eigenen Standpunkte zu überdenken und über den Tellerrand hinauszuschauen.“

Die Idee zu dem Festival wurde vor mehr als sieben Jahren geboren. „In enger Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Plattform für Menschenrechte wurden für die diesjährige Ausgabe über 50 NGOs, Initiativen und Einrichtungen aus Vorarlberg, Österreich und darüber hinaus eingeladen, das Programm mitzugestalten und über ihre Plattformen mitzutragen.“

Sieben Tage spannendes Programm
An sieben Tagen gehen neben den Filmvorführungen auch Vorträge, Diskussionen und Ausstellungen über die Bühne. Das Thema wird in seiner ganzen Vielfalt beleuchtet. Zudem werden so Anregungen gegeben, was jeder und jede von uns für den Schutz von Menschenrechten tun kann. Um das Thema auch Jugendlichen näher zu bringen, werden separate Schulvorstellungen angeboten. „Das Festival soll Menschen zusammenbringen und Potenzial für Veränderungen beleuchten.“ Ziel der Kuratoren: „Immer mehr Menschen erreichen, die das Thema Menschenrechte und entsprechende Werte in die Welt hinaustragen.“

Details zum Programm: humanvision.at

Philipp Vondrak
Philipp Vondrak
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