Kurioser VP-Vorschlag

Straßen-„Waschung“ soll Sicherheitsgefühl stärken

Oberösterreich
07.02.2023 09:30

Für viele wohl ein sehr seltsamer Zugang, aber zumindest sorgt er für ordentlich Gesprächsstoff: Der Linzer VP-Stadtvize Martin Hajart will das Sicherheitsgefühl in Linz stärken. Passieren soll das durch häufigeres Waschen der Landstraße.

Stadtvize Martin Hajart (VP) auf den Spuren von US-Sozialforschern mit folgender These: Wird in einem Stadtviertel nichts gegen Müll oder Vandalismus getan, etwa eine zerbrochene Fensterscheibe nicht repariert, sind im Haus bald viele Scheiben zerbrochen. Dementsprechend ist Hajart der Meinung, dass durch Sauberkeit und Ordnung Sicherheit entsteht. Geht’s nach ihm, soll die Landstraße, wie früher, einmal wöchentlich, statt – von April bis Oktober – einmal im Monat, gewaschen werden.

Volksgarten als Problemzone
Besonders die Gegend rund um den Volksgarten sieht Hajart als Problemzone in Linz, um die man sich annehmen muss. „Denn die Situation beeinflusst auch die Entwicklung der südlichen Landstraße enorm. Deshalb haben wir dort Probleme und es besteht Handlungsbedarf. Das haben uns auch die Wirtschaftstreibenden, mit denen wir uns bereits Anfang Jänner 2023 getroffen haben, bestätigt“, betont der VP-Stadtvize, der deshalb nicht nur auf die Sauberkeitskampagne der Stadt verweist, die aufgrund eines Antrags der Linzer Volkspartei im Gemeinderat beschlossen wurde und im Frühjahr umgesetzt werden soll, sondern er fordert auch ein umfangreiches Maßnahmenpaket.

„Waste-Watcher“ für Linz
Zusätzlich sollten auch sogenannte Waste-Watcher installiert werden. „Das hat sich in Wien bereits bewährt“, weiß Klubobfrau Elisabeth Manhal. Diese Waste-Watcher haben in Wien auch umfangreiche Rechte, neben dem Anhalterecht und dem Recht auf eine Identitätsfeststellung liegen auch Organstrafverfügungen im Kompetenzbereich der Waste-Watchers. „Auch wir in Linz bräuchten solche Waste-Watcher. Der Ordnungsdienst hätte dafür zwar die Kompetenzen, setzt aber nicht den nötigen Schwerpunkt und die personellen Ressourcen reichen nicht. Ob diese Aufgabe durch den Ordnungsdienst - der personell dann aufgestockt werden müsste - oder durch eine eigene Einheit wahrgenommen wird, ist Verhandlungssache. Grundsätzlich ist es aber notwendig, dass die Sensibilität für Müll und wie man damit umgeht, erhöht werden muss.“

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