Eine Tagung im Februar sowie ein neues Buch setzen sich mit dem geringen Wasserstand auseinander. Wie die heurige Saison wird, kann derzeit noch niemand abschätzen.
„Was machen wir heuer mit unseren Booten?“, fragen sich zurzeit viele Segler, wenn sie an die bevorstehende Saison am Neusiedler See denken. Schon im Vorjahr haben viele ihre Boote nicht zu Wasser gelassen oder die Saison vorzeitig beendet.
Segeln fraglich
Angesichts eines Wasserstandes von aktuell 115,01 Meter über Adria, ist für viele nicht abschätzbar, wie sich das Segeln am See heuer gestalten und ob es überhaupt möglich sein wird. Ein solche Prognose traut sich auch Alois Lang, langjähriger Öko-Tourismusmanager im Nationalpark, nicht abzugeben. „Wenn es so weitergeht, wird es nicht mehr bis zum Ende der Saison dauern, bis die ersten Probleme haben“, meint er in Bezug auf die Radfähren.
In einem neuen Buch, das mit 16. März auf den Markt kommt, beschäftigen er und andere Experten sich eingehend mit der Thematik Neusiedler See. Für Lang ist klar: Der Tourismus muss umdenken und sich überlegen wie man sich angesichts niedriger Wasserstände entwickeln will.
Zuleitung als Herausforderung
Bei der vom Land ins Auge gefassten Zuleitung von Wasser aus der Moson-Donau sieht er einige Herausforderungen. Es stelle sich nicht nur die Frage um die Auswirkungen auf den Chemismus des Sees, sondern auch die der Dauer, bis das Vorhaben umgesetzt ist.
Wenn alles läuft wie vorgesehen, dann reden wir von zehn Zentimeter pro Jahr Wasserstandsanhebung. Zehn Zentimeter verdunsten bei 40 Grad in einer Woche.
Tourismusmanager Alois Lang
Tagung in Landeshauptstadt
Der Neusiedler See sowie die Zuleitung werden am 23. Februar Thema einer vom Grünen Klub organisierten Experten-Fachtagung im Gasthof Ohr in Eisenstadt sein. Beginn: 17 Uhr.
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