Ehepaar und seine zwei Kinder waren auf der Flucht vor drohender Rekrutierung für den Angriffskrieg in der Ukraine.
Zahlreiche Russen haben seit der Mobilmachung ihre Heimat verlassen, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen. Auf ihrer Flucht versuchen auch einige, illegal in EU-Länder einzureisen. Wie erst jetzt bekannt wurde, war am vergangenen Freitag ein Russe samt seiner Familie der Polizei auf dem Wurzenpass ins Netz gegangen. Der 34-jährige Mann, seine Frau (28) und deren Kinder im Alter von fünf und acht Jahren waren im Auto eines Deutschen (28) gesessen, der den Wagen zuvor in München angemietet hatte. Die Russen konnten sich zwar mit Reisepässen ausweisen, hatten aber kein gültiges Visum.
Hilfe wird zur Schlepperei
Gegenüber den Polizisten gab der Deutsche an, die Familie nicht zu kennen. „Er habe sie in der Nähe eines Parkplatzes in Slowenien gesehen und gefragt, ob sie mit ihm fahren wollen“, erzählt ein Ermittler. Der Deutsche wurde festgenommen, um den Sachverhalt zu klären. Gegen ihn besteht der Verdacht der Schlepperei. Die russische Familie stellte Asylantrag.
Generell flüchten viel weniger Ukrainer und auch Russen nach Österreich als die Behörden erwartet haben. Hauptsächlich werden derzeit vorwiegend Inder und Menschen aus Bangladesch aufgegriffen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.