Gegen „Kleptokraten“

Internationales Korruptions-Gericht gefordert

Ausland
29.11.2022 07:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Niederlande, Kanada und Ecuador haben sich am Montag für die Einrichtung eines internationalen Korruptions-Gerichtshofs ausgesprochen. „Solch ein Gericht wird die internationale Gemeinschaft mit einem zusätzlichen Werkzeug ausstatten, existierende Anti-Korruptions-Gesetze durchzusetzen“, erklärte der niederländische Außenminister Wopke Hoekstra. Ein solches Gericht würde demnach ähnlich funktionieren wie der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag.

Den Vereinten Nationen zufolge gehen jährlich etwa zwei Billionen Dollar durch Korruption verloren. Der Gerichtshof würde sich „auf die höchste Ebene von Funktionären und die Leute, die sie bestechen, konzentrieren“, sagte der US-Richter Mark Wolf, der die Kampagne zur Einrichtung eines Korruptions-Gerichts anführt.

UNO-Konvention gegen Korruption
181 Länder haben die UNO-Konvention gegen Korruption unterschrieben. Dennoch „erfreuen sich Kleptokraten Straffreiheit, weil sie die Justiz in den Ländern kontrollieren“, sagte Wolf. Das Anti-Korruptions-Gericht wäre dem Richter zufolge auch Anlaufpunkt für Informanten, die sich in ihren Ländern nicht an Ermittler wenden könnten.

In der niederländischen Stadt Den Haag sind bereits der IStGH und der Internationale Gerichtshof angesiedelt, der sich mit Auseinandersetzungen zwischen UNO-Mitgliedern befasst.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
29.11.2022 07:44
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt