Kältere Becken, kürzere Öffnungszeiten, höhere Tarife: Wie die Freizeiteinrichtungen gegen die explodierenden Betriebskosten ankämpfen - und was sich für die Kunden genau ändert.
Die Hallenbadsaison läuft bereits auf Hochtouren – und die Betreiber stöhnen unter den Energiepreisen. Mancherorts musste man daher teils einschneidende Maßnahmen treffen: „Wir wollen das Angebot aber nicht zur Gänze streichen“, sagt etwa Vera Pramberger, Bürgermeisterin von Kirchdorf. In „ihrer“ Stadt hat das Hallenbad derzeit wie gewohnt offen, die Einschränkungen treffen die Gäste erst nächstes Jahr: „Wir schließen heuer schon am 26. Februar, normal hatten wir immer bis Ende April geöffnet. Mit dem früheren Ende geht sich das mit den Kosten aus“, schildert die Ortschefin.
Alle Becken um zwei Grad kälter
Eine andere Lösung hat man im Braunauer Hallenbad gefunden - hier ist das Wasser in allen Becken um zwei Grad kälter. Die Temperatur im Sportbecken beträgt jetzt 27 statt früher 29 Grad, im Lehrbecken 28 Grad und im Planschbecken 30 Grad. An einem Tag in der Woche ist im Braunauer Bad aber ganz bestimmt niemandem kalt: „Am Montag gibt es einen Warmbadetag“, erzählt Bürgermeister Johannes Waidbacher. Hier will man für Babyschwimmen und Seniorengymnastik die bestmöglichen Bedingungen schaffen.
Preiserhöhung in Ried
Im Freizeitbad in Ried hingegen will man das Problem mit den explodierenden Kosten mit einer Preiserhöhung in den Griff bekommen. Ab 15. Dezember werden die Tarife für die Sauna um zwei Euro und für das Schwimmbad um einen Euro erhöht. Im Gemeinderat ist über letzteres nicht jeder erfreut, der Antrag wurde aber mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ mehrheitlich beschlossen. Denn künftig muss man 8,50 Euro für eine Zwei-Stunden-Karte hinblättern, während man in Wels 4,50 Euro und in Braunau 4,40 Euro bezahlt.
In Wels und Linz gibt’s bis dato noch keine Spar-Maßnahmen, die die Badegäste auch zu spüren bekommen. Aus beiden Städten heißt es auf „Krone“-Anfrage, dass weder Temperatursenkungen noch Preiserhöhungen geplant seien. Bleibt abzuwarten, wie sich die Energiekosten im Winter entwickeln.
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