Rund 400 in Ägypten
Aufregung über Privatjets bei UN-Klimakonferenz
Zur UN-Klimakonferenz sollen mehr als 400 Privatjets in dem ägyptischen Badeort Scharm el-Scheikh gelandet sein. Das sorgt vor allem bei Klimaschützerinnen und Klimaschützern für Empörung.
So haben Passagiere von Privatjets einen viel höheren Pro-Kopf-Treibhausgasausstoß als Menschen, die Linienflüge nutzen. Laut dem europäischen Umweltdachverband Transport and Environment kann ein Privatjet zwei Tonnen CO₂ pro Stunde ausstoßen. Das ist pro Person fünf bis 14 Mal mehr als bei einem Linienflugzeug.
Zur UN-Weltklimakonferenz in Ägypten, die am 6. November eröffnet wurde, könnten mehr als 400 Privatjets mit Regierungs- und Staatschefs angereist sein. Das berichteten die ägyptischen Luftfahrtbehörden. Sie hätten die große Zahl auch erwartet und „ein paar Vorkehrungen am Flughafen von Scharm el-Scheikh getroffen, um diese Flugzeuge willkommen zu heißen.“ So sei der Flughafen des Badeortes extra ausgebaut worden.
Protestaktion in Amsterdam
Nicht willkommen sind die Privatjets hingegen bei vielen Klimaschützerinnen und Klimaschützern. Hunderte von ihnen besetzten einen Tag vor der Konferenz einen Bereich für Privatjets auf dem Großflughafen Schiphol in Amsterdam. Sie forderten - wie berichtet - ein Verbot der kleinen Luxus-Flieger und weniger Flugverkehr insgesamt. Organisiert wurde die Protestaktion von der Umweltorganisation Greenpeace und der Klimabewegung Extinction Rebellion.
Privatjets sorgten auch schon während der UN-Klimakonferenz in Glasgow im Vorjahr für Aufregung. Damals sollen 200 bis 400 gezählt worden sein. Diesmal wurden einige Falschmeldungen in Umlauf gebracht, die gar von 1500 Luxus-Fliegern sprachen. Ein spanischsprachiges Posting wurde von einem Foto begleitet, das in Wahrheit ein längst vergangenes Luftfahrt-Forum in Las Vegas zeigte.
An der UN-Klimakonferenz nehmen mehr als 33.000 Menschen teil. Sie verhandeln beispielsweise darüber, wie die fortschreitende Erderhitzung gestoppt werden kann und wie der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien gelingt.
















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