Ein maßgefertigter Sichtschutz aus dem südsteirischen Gabersdorf ist derzeit auf dem Weg nach München. Seine Mission: Die geheimen Trainings des FC Bayern vor neugierigen Blicken zu bewahren.
Der FC Bayern München begeistert Millionen Fans weltweit. Manchmal wollen sich die Fußballstars aber lieber den Blicken ihrer Anhänger und möglicher Spione entziehen. Ein steirisches Traditionsunternehmen hilft dem Verein nun dabei, unter Ausschluss neugieriger Blicke trainieren zu können.
„Heute in der Früh haben die Lkw unsere Hallen verlassen“, erklärte Alexander Foki, Geschäftsführer des steirischen Sonnenschutzherstellers „Woundwo“ gestern. Die Ladung der Laster aus Gabersdorf: 69 Senkrechtmarkisen mit drei Meter Breite und fünf Meter Höhe - eine Spezialanfertigung mit Rahmen im markanten Rot des Vereins.
„Lohnt sich auch wirtschaftlich“
Aufgebaut wird der Sichtschutz am Montag im Trainingszentrum an der Säbener Straße in München. Wer bei den Bayern dann tatsächlich aufs Knöpfchen drücken darf, mit dem die Markisen binnen Sekunden heruntergelassen werden können, ist noch unklar.
Womöglich Trainer Julian Nagelsmann, der einer der Treiber hinter dem Deal mit den Steirern gewesen sein soll. „Das ist für uns aber nicht nur ein Prestigeprojekt, sondern lohnt sich auch wirtschaftlich“, stellte Foki klar. „Woundwo“ bekommt aus München für die Markisen eine sechsstellige Summe überwiesen.
Für den steirischen Hersteller, der vor 70 Jahren seine Geschäfte aufnahm, ist das ein weiterer Meilenstein des Aufstiegs der vergangenen Jahre. Zuletzt kam das Unternehmen auf einen Umsatz von 61 Millionen Euro, aktuell beschäftigt man rund 320 Mitarbeiter.









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