Schwarz-rote-Verehrung

Die Liebe zu Milan und zu Mülln ist riesengroß

Salzburg
06.09.2022 06:00

Beniamino Magnacca ist seit Kindesbeinen Milan-Fan. Beim 63-jährigen Eigentümer des Restaurants „Antichi Sapori“ in Salzburg-Mülln geht die Liebe nicht nur durch den Magen, sondern auch unter die Haut.

Der Großteil der Fans im Stadion wird heute wohl den Salzburgern die Daumen drücken. Beniamino Magnacca wird den Gästen aus Mailand auf die Füße schauen. Der 63-Jährige hat sein Lokal am Müllner Hügel extra geschlossen. Tochter Lorena und er müssen das Spiel zwischen Salzburg und „ihrem“ Verein gebührend vorfeiern.

Ein Mailänder-Sieg als größtes Geschenk
Erst vergangenen Sonntag feierte der Eigentümer und Koch des kleinen italienischen Restaurants „Antichi Sapori“ („Alte Aromen“) in Salzburg seinen 63. Geburtstag. Das vielleicht größte Geschenk wäre ein Mailänder-Sieg in Salzburg.

Magnacca ist seit seiner Kindheit glühender Milan-Fan. „Die Geschichte dazu ist schnell erzählt. Ein paar Jugendliche in meinem Dorf hatten ein Radiogerät. Da durftest du nur mithören, wenn du Fan von Milan warst“, lacht Magnacca, der in einer kleinen Ortschaft in den Abruzzen aufwuchs. 1977 wanderte er nach München aus, führte dann ein italienisches Lokal in Berchtesgaden und landete 2005 in Salzburg-Mülln.

Starbesuch machte den Koch nervös
Giovanni Trapattoni, Milan-Spieler-Legende und von 2006 bis 2008 Salzburg-Trainer, war mehrfach im „Antichi Sapori“ zu Gast. „Der Papa war unglaublich nervös, immer wenn Trapattoni gekommen ist“, sagt Tochter Lorena. Auch ihre Lieblingsfarben sind rot und schwarz - die Vereinsfarben des für beide einzig wahren Mailänder Fußballklubs. Blumen und Tisch-Deko im Lokal sind selbstverständlich in den Farben der „Rossoneri“ gehalten.

Mit 62 Jahren ließ sich Beniamino Magnacca vergangenen Oktober das Wappen seines Lieblingsvereins sogar tätowieren. Und das Kunstwerk am Arm brachte Glück – der AC Milan holte den ersten Meistertitel seit elf Jahren. In zwei Jahren soll der Schlusspfiff im „Antichi Sapori“ ertönen. Nach über 50 Jahren Arbeit bleibt die Küche kalt. Außer eine Fußball-Legende aus Italien klopft noch einmal an.

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