Hohe Mehrkosten

Quarantäne-Aus kommt der Wirtschaft richtig teuer

Politik & Wirtschaft
30.07.2022 10:57

Die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) hat mit dem Aus der Corona-Quarantäneregelung so gar keine Freude. Man sehe sich dadurch mit gewaltigen Mehrkosten konfrontiert, erklärte WKW-Chef Walter Ruck - die Regierung wälze nun Kosten und Verantwortung auf die Unternehmen ab, so die Kritik. Vor allem ab Herbst werde sich die Situation zuspitzen.

„Diese Bestimmung ist nicht zu Ende gedacht“, ging Ruck mit der politischen Entscheidung im Ö1-„Morgenjournal" hart ins Gericht. Grund für die Aufregung: Mit dem Auslaufen der Quarantäne ab Montag sind Corona-Fälle wie jeder andere Krankenstand zu behandeln.

Staat nimmt sich aus der Pflicht
Und damit nimmt sich der Staat aus der Pflicht, denn „bis dato wurde die Entgeltfortzahlung, die für einen Mitarbeiter im Krankheitsfall vom Arbeitgeber zu leisten ist, von der Republik refundiert“, erklärte Ruck. Grundlage dafür war die gesetzlich vorgeschrieben Absonderung, also die Quarantäne.

„Wenn das nun wegfällt und Mitarbeiter trotzdem in Krankenstand gehen - was ja vorkommen wird -, dann fällt damit diese Refundierung auch weg“, gibt sich der Wirtschaftskammer-Chef ob der nun drohenden Kostenlawine besorgt.

100 Millionen Euro Mehrkosten - nur in Wien
Blickt man etwa auf das erste Quartal dieses Jahres, hätten die Wiener Unternehmen rund 91 Millionen Euro Entgeltfortzahlung stemmen müssen, rechnete Ruck vor. Hochgerechnet auf das Jahr ergebe sich sogar eine Summe von 360 Millionen Euro.

Mit dem Ausblick auf die von Experten erwartete Herbst-Welle rechnet die Kammer alleine in Wien mit etwa 100 Millionen Euro Mehrkosten in diesem Jahr durch Corona-bedingte Krankenstände. Dies sei angesichts der zusätzlichen Belastungen wie der Teuerung, der Energiekrise und dem Fachkräftemangel fatal.

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