40 Grad und mehr

Hitzewelle: Jetzt wüten Waldbrände in Urlaubsorten

Ausland
14.07.2022 10:45

Die anhaltende Hitzewelle und die damit einhergehende Dürre fordern derzeit die Einsatzkräfte in beliebten Urlaubsländern von Herrn und Frau Österreicher. In Italien, Frankreich, Griechenland und Kroatien (Video) wüten Waldbrände. Das Problem verschärft sich zusehends, da in Italien und Frankreich in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet werden. Auch in Österreich klettern die Temperaturen nach oben - es werden aber keine derartigen Spitzenwerte erwartet.

In Italien waren zuletzt Feuerwehrkräfte immer wieder zu Wald- und Buschbränden ausgerückt, etwa in Südtirol, der Toskana sowie in und um Rom. Es herrscht seit Wochen eine extreme Dürre. In fünf nördlichen Regionen entlang des Flusses Po verhängte die Regierung wegen der Trockenheit bereits den Notstand. Weitere Regionen könnten folgen, wie Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli am Mittwochabend sagte. Auf Sizilien und Sardinien gilt am Donnerstag noch immer weitgehend eine erhöhte Waldbrand-Warnstufe.

Auch in Portugal wüten schlimme Waldbrände, wie „Krone“-Leserreporterin Stefanie Z. berichtet: „Wir mussten die Route ändern und an der Küste entlang fahren, weil die Waldbrände Straßensperrungen verursacht haben.“ Die Urlauberin war in der Algarve Richtung Porto unterwegs. „Es riecht auch verbrannt“, so Z.

Böden Frankreichs trocknen nach verregnetem Juni wieder aus
In Frankreich erwarten Meteorologen bis Ende Juli einen Dürrerekord. Zwar hatte es in der zweiten Junihälfte vielerorts Unwetter mit viel Regen gegeben, doch der Effekt ist weitgehend verflogen - und die Böden trocknen wieder aus. Aktuell kämpft die Feuerwehr an der Atlantikküste weiter gegen einen großflächigen Waldbrand in den Pinienwäldern südlich von Bordeaux.

Auf Samos wurde die ganze Nacht gegen die Flammen gekämpft
Im Westen der griechischen Insel Samos wütet bereits den zweiten Tag in Folge ein großer Waldbrand. Feuerwehrleute und freiwillige Helfer hätten die ganze Nacht über gegen die Flammen gekämpft, teilte die Feuerwehr Donnerstagfrüh mit. Am Mittwochabend waren mehrere Ortschaften evakuiert worden. Bei Tagesanbruch hätten auch die Löschhubschrauber und -flugzeuge die Arbeit wieder aufgenommen. Am Mittwoch war bei den Löscharbeiten ein Hubschrauber ins Meer gestürzt. Zwei der vier Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.

Ventilatoren in Spanien derzeit ein Verkaufshit
In Spanien finden Ventilatoren derweil reißenden Absatz: So kletterten in Bilbao im Norden des Landes die Verkaufszahlen nach Medienberichten um mehr als 50 Prozent in die Höhe. In 16 der insgesamt 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens gilt am Donnerstag weiterhin Hitzealarm, in fünf dieser Regionen teilweise sogar Alarmstufe Rot.

Auch in Kroatien kämpfte die Feuerwehr nahe der dalmatinischen Stadt Sibenik gegen einen Waldbrand, der am Mittwoch zwei Dörfer an der bei Urlaubern beliebten Krka-Riviera erfasste. Die Bewohner von Zaton und Raslina wurden mit Booten über die Stubalj-Bucht in Sicherheit gebracht. Die Situation sei so schlimm wie seit zehn Jahren nicht mehr, erklärte der Zivilschutz.

In Österreich wird am Donnerstag mit bis zu 35 Grad gerechnet, für kommende Woche sind teilweise bis zu 38 Grad prognostiziert.

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