Für die seit Jahren schwelende Diskussion um die Lueger-Statue am Wiener Ring hat die Stadt nun am Mittwoch ihre (teure) Lösung präsentiert: eine temporäre Installation direkt neben dem Denkmal.
„Die Diskussion um die Karl-Lueger-Statue ist seit 2020 besonders intensiv. Im Mai letzten Jahres gab es daher einen rund Tisch mit 40 Teilnehmern", schildert Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). Dabei sei klar geworden, dass Extrempositionen nicht zu halten seien, es aber mehr als die 2016 angebrachte Zusatztafel brauche.
Den Platz zu einem Mahn- und Lehrort machen
„Wir wollten dem etwas entgegensetzen und entschieden uns, die Statue dauerhaft künstlerisch zu kontextualisieren“, so Kaup-Hasler. Die Skulptur, erschaffen von Nicole Six und Paul Petritsch, soll aus dem Platz einen lebendigen Mahn- und Lehrort machen. Denn auch negative Kapitel seien Teil unserer Geschichte, die man nicht auslöschen könne. Das Werk zeigt die Silhouetten von 15 im öffentlichen Raum befindlichen Lueger-assoziierten Artefakte.
Permanentes Kunstwerk 500.000 Euro
Mit dem Aufbau am Karl-Lueger-Platz soll so schnell wie möglich begonnen werden. Nach einem Jahr soll die 100.000 Euro teure Installation dann aber wieder abgetragen werden. Denn im Herbst startet die Ausschreibung für das permanente Kunstwerk. Dieses soll dann mehr als 500.000 Euro kosten. Aber zumindest länger bleiben.















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