Beim geplanten Ausbaus der S 4 bei Wiener Neustadt sollen eine Fahrbahntrennung sowie ein Pannenstreifen entstehen - das freut aber nicht alle. Mit einer Protestaktion fordern Anrainer, Aktivisten und Grüne nun ein Umdenken. Tempolimit und mehr Lärmschutz werden gefordert.
Ein klares „Nein“ zum geplanten Ausbau der S 4 bei Wiener Neustadt gab es vor Kurzem von Anrainern der Frohsdorfer Siedlung. Gemeinsam mit Vertretern der unabhängigen Bürgerinitiative „Stopp Autobahn S…4“ und „Vernunft statt Ostumfahrung“, Radlobby und Grünen kam man jüngst für eine Protestaktion zusammen. Wichtigstes Anliegen ist die derzeit schon enorme Lärmbelästigung im Nahbereich der Schnellstraße. „Für uns ist die Situation mittlerweile untragbar“, erklärt Anrainer Herbert Hübl. An Schlafen bei offenem Fenster sei nicht mehr zu denken. Selina Prünster, Klubobfrau der Grünen in Wiener Neustadt, ortet gleich mehrere Probleme: „Zum einen ist die Frohsdorfer Siedlung schon jetzt massiv durch Lärm belastet, zum anderen wird durch die geplante Straßenverbreiterung zusätzlicher Boden versiegelt.“ Eine Tempo-Reduktion wäre für sie die sinnvollste Lösung.
Gespräche sollen noch folgen
Für die ASFINAG steht die Verkehrssicherheit im Vordergrund: Zwischen dem Knoten Mattersburg und dem Knoten Wiener Neustadt ist eine bauliche Mitteltrennung vorgesehen, ebenso werden die Anschlussstellen adaptiert. Im Bereich der Frohsdorfer Siedlung befände sich bereits ein Lärmschutz, der adaptiert werden soll, heißt es auf Anfrage.
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