SP will es wissen

Frage im Landtag: Absahnen mit Strompreis?

Die SPÖ hinterfragt im Landtag die Tarifgestaltung bei der Energie AG, weil andere Energieversorger schon andere Wege gehen.

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Die Konsumenten stöhnen wegen der explodierenden Stromkosten, die Energiekonzerne fahren satte Gewinne ein. So stellt sich, vereinfacht gesagt, die Situation seit einigen Wochen aus öffentlicher Sicht dar. Mit ihren Strompreiserhöhungen hatte etwa der Verbund eine politische Debatte über Gewinnabschöpfungen ausgelöst. Jetzt will der Konzern eine Sonderdividende von 400 Millionen Euro für 2022 ausschütten und seinen Kunden zwei Monatsrechnungen gutschreiben.

Derartiges vermisst die SPÖ bei der Energie AG in Oberösterreich. Hier lag der Arbeitspreis für den Tarif „Ökostrom Klassik“ vor einem Jahr noch bei 7,99 Cent, wer jetzt zur Energie AG wechselt, zahlt für denselben Tarif 50,29 Cent. Für SPÖ-Konsumentensprecherin Heidi Strauss drängt sich hier eine Frage auf, die sie am kommenden Donnerstag im Landtag an Energielandesrat Markus Achleitner (ÖVP) richten wird: „Wie hat sich der Gewinnanteil pro Kilowattstunde beim ,Ökostrom Klassik‘ der Energie AG im Vergleich zum Vorjahr verändert?“ Sprich: Sahnt das mehrheitlich in Landesbesitz befindliche Unternehmen auf Kosten seiner Stromkunden ordentlich ab?

Es sei unverständlich, dass die „regionale Wasserkraft“, mit der die Energie AG den besagten Tarif bewirbt, jetzt sechsmal teurer ist als noch vor einem Jahr.

Die SPÖ fordert ein direktes Einwirken der Politik auf die Preisgestaltung der Energie AG. Das sei sinnvoller, als hohe Gewinne im Nachhinein abzuschöpfen. Generell vermissen die Sozialdemokraten ein Teuerungs-Entlastungspaket, wie es andere Bundesländer bereits geschnürt haben.

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