07.05.2022 06:00 |

US-Partnerschaft

Tanner will historischen Pakt unterzeichnen

Am Sonntag reist Ministerin Klaudia Tanner in die USA, um eine außergewöhnliche Bundesheer-Kooperation zu besiegeln: den Beitritt zum State Partnership Programm. Es ist das gleiche Abkommen, das derzeit in der Ukraine Früchte trägt. 

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Als erster europäischer Staat, der früher nicht dem Warschauer Pakt angehört hat, wird Österreich kommende Woche in das State Partnership Program (SPP) aufgenommen. Einen entsprechenden Vorvertrag wird Verteidigungsministerin Tanner am Mittwoch im US-Bundesstaat Vermont unterzeichnen. „Die USA sind ein interessanter Partner, und auch das Interesse an den Fähigkeiten unserer spezialisierten Truppe ist groß“, so die Ministerin im Vorfeld zur „Krone“. 

Gemeinsame Übungen
Dieses Programm sieht in unserem Fall vor, dass die Nationalgarde von Vermont eng mit dem österreichischen Bundesheer kooperieren wird. In welchen Bereichen und mit welchen Schwerpunkt wird noch definiert, es dürfte ersten Informationen nach aber um Katastrophenschutz und Gebirgskampf gehen. Regelmäßig sollen US-Einheiten und Bundesheer-Truppen an gemeinsamen Übungen teilnehmen, aber auch der Bereich Planung, Materialbeschaffung und Organisation wird umfasst. Unter Verteidigungsminister Mario Kunasek begann die Planung, 2020 verkündete es der damalige US-Verteidigungsminister Pompeo offiziell.

Ukraine seit fast 30 Jahren in dem US-Programm
Das SPP war erst kürzlich in die Schlagzeilen geraten, weil die Ukraine einer der ersten Profiteure dieser US-Partnerschaft war. Seit 1993 bilden Soldaten der kalifornischen Nationalgarde Truppen der Ukraine aus. Man wollte weg von der alten, stark zentralisierten Sowjetdoktrine kommen und eine westlichere Doktrin übernehmen, die den Unteroffizieren mehr Entscheidungsspielräume gibt. In der Ukraine trägt dies nun Früchte, die Verteidiger kämpfen bereits großteils in Strukturen, die aus der NATO stammen, wie US-Brigadegeneral Nick Ducich vor wenigen Wochen in der „Krone“ erklärte.  

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 21. Mai 2022
Wetter Symbol
(Bild: Krone KREATIV, stock.adobe.com)