21.04.2022 12:15 |

70-seitiger Bericht

Pilotenfehler führte zum Flugzeugabsturz in Bruck

Es waren menschliche und meteorologische Faktoren, die das Flugzeugunglück Ende Dezember 2019 ausgelöst hatten. Ein deutscher Pilot (66) stürzte mit seinen zwei Töchtern in einer Cirrus SR22T in Bruck (Salzburg) ab - er und ein Kind (12) starben.

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Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Absturz des Motorflugzeuges im Brucker Ortsteil Fischhorn hat nun die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes einen 70-seitigen Bericht veröffentlicht. An jenem 21. Dezember 2019 war die Maschine vom Typ Cirrus SR22T nach einem Landeversuch in einen bewaldeten Berghang gestürzt.

„Orientierungsverlust, Druck“
Fehleinschätzungen des Piloten hatten dazu geführt: Der Bericht nennt „Einflug oder Fortsetzung des Fluges nach dem Fehlanflugpunkt in Instrumentenflug“, „Orientierungsverlust“ und einen „subjektiv auferlegten, psychologischen Druck, das Ziel ohne Verzögerung zu erreichen“ als wahrscheinliche Faktoren. Der Pilot, ein Kölner, galt als „sehr gewissenhaft“ und erfahren. Den Flugplatz Zell am See hatte er schon zehnmal angeflogen.

Eigentlich wollte der Familienvater einen Tag später fliegen – dort wollte die Familie Weihnachten verbringen. Doch er entschied sich um und startete um 11.46 Uhr von Bonn aus. Um 13.47 Uhr passierte es – bei Nebel und Schneetreiben, also „extrem schlechtem Wetter“. Der Pilot starb vor Ort. Seine zwei Töchter (damals 9 und 12) kamen schwer verletzt ins Spital. Am 26. Dezember erlag die Ältere ihren Verletzungen.

Pilot studierte vor Abflug tagelang die Wetterkarten
Laut Bericht hatte der Pilot mehrfach Wetterkarten studiert – vor dem Flug rief er beim Flugplatz an. Sichtflug war zum Unglückszeitpunkt „nicht möglich“. Der Flieger hingegen war „ordnungsgemäß zugelassen und gewartet“.

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