"Zwergerl-Cops"?

Ministerium kippt Mindestgröße für Polizei-Anwärter

Österreich
04.06.2011 18:34
Auf die Größe kommt’s nicht an – bei der Polizei zumindest nicht mehr. Denn das vorgegebene Gardemaß wird abgeschafft. Für den Exekutivdienst in Österreich kann man demnach nicht mehr zu klein sein. In Film und Fernsehen sind kleine Polizisten längst große Helden – von Louis de Funès bis zu "Alarm für Cobra 11".

Bisher galt: 1,63 Meter für Frauen und 1,68 Meter für Männer. Wer kleiner war, konnte nicht Polizist werden. Jetzt soll die Mindestgrößen-Regelung, die schon seit den 50er-Jahren besteht, abgeschafft werden. "Wir haben diesen Vorschlag im Vorjahr gemacht, nun wurde er von Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek aufgenommen", so Harald Noschiel, Sprecher des Innenministeriums.

Dass dies aus Personalmangel geschieht, weist die Exekutive strikt zurück. "Wir wollen die besten Leute, es darf nicht an der Größe scheitern. Außerdem können auch kleinere Menschen große Kraft aufbringen", sagt Noschiel.

Prompt hagelt es auch Ablehnung: Die FPÖ kritisiert die "Zwergerlpolizei", und auch das BZÖ ist für Beibehaltung der Mindestgröße. Allerdings: Größter Stolperstein bei der Bewerbung zur Exekutive ist nicht das Körpermaß, sondern der Rechtschreibtest. Die Deutschhürde schafft nur jeder Sechste.

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