Rekord in Kliniken

Kritik an politischem Hickhack zu neuer Verordnung

Niederösterreich
24.03.2022 06:04

Nie war die Corona-Lage in den Spitälern schlimmer: 620 Patienten liegen infiziert auf Normalstationen. Dass die Bundesregierung trotz der hohen Werte sogar um neue Maßnahmen ringen musste, sorgt in NÖ für Kritik. „Das ist beschämend“, urteilt Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

„In den Spitälern herrscht Anarchie“, erklärte jüngst eine Pflegerin aus Baden in der „Krone“. Mit dem neuen Patienten-Höchststand haben die Zustände in den Kliniken am Mittwoch sogar einen neuen Tiefpunkt erreicht. 620 Landsleute müssen ob der Schwere ihrer Erkrankung auf Normal-, weitere 35 auf Intensivstationen behandelt werden. Höchste Zeit also, die Welle zu brechen? Sollte man meinen.

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Grundsätzlich erwarte ich mir von den neuen Maßnahmen, dass die Empfehlungen der Experten berücksichtigt werden und die Regeln klar und nachvollziehbar sind. Von Präventivmaßnahmen, der Teststrategie über die Absonderungen bis hin zu Quarantäneregeln muss das Pandemiemanagement endlich schlüssig sein. Das Mindeste wäre eine rasche Entscheidung zur Maskenpflicht in Innenräumen.

Ulrike Königsberger-Ludwig, Gesundheitslandesrätin (SPÖ)

Doch auch hierzulande musste man lange auf die neuen Maßnahmen warten. „Es ist beschämend, dass eine seit mehreren Tagen angekündigte Verordnung, auf die alle warteten, offenbar aufgrund eines politischen Hickhacks nicht zeitgerecht kundgemacht werden konnte“, übt Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig deutliche Kritik.

Tuberkulose-Check in Röntgenbussen möglich
Zumindest das Ziel der neuen Maßnahmen scheint landesweit und bundesweit aber klar. „Wichtig ist, dass der Reproduktionsfaktor möglichst bald wieder unter dem Wert 1 liegt“, erklärt man im Büro der Landesrätin. Erst dann sei mit größeren Rückgängen bei den Infektionszahlen zu rechnen. Aktuell liegt der Wert bei 1,1.

Angebot auch für Flüchtlinge kostenlos
Vergleichsweise leicht angestiegen ist im Vorjahr indes die Zahl der Tuberkulose-Fälle. 14.000 Röntgenuntersuchungen wurden durchgeführt und 68 Erkrankte entdeckt. „Angesichts des heutigen Welt-Tuberkulosetages sind unsere beiden Röntgenbusse wieder unterwegs“, erklärt Königsberger-Ludwig. Ein Check ist auch im Hinblick auf die Folgen von Long Covid empfehlenswert. Flüchtlinge aus der Ukraine können das Angebot ebenfalls kostenlos nutzen.

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