Hüftprothesen

Neue Hüfte im Doppelpack

Zwei Gelenke in einer Operation und maßgeschneiderte Reha schenkten Walter Blöch eine völlig neue Lebensqualität. Schließlich konnte er sich vor der Operation kaum noch ohne Schmerzen bewegen. Das gehört nun endgültig der Vergangenheit an!

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Für Walter Blöch aus Krems (NÖ) fühlt es sich wie ein kleines Wunder an: Täglich wandert der sportliche 72-Jährige bergauf und bergab im Wald, als passionierter Fliegenfischer balanciert er bis zu dreimal wöchentlich über felsige, glitschige Flussufer - mit zwei künstlichen Hüftgelenken, die ihm in einer einzigen Operation eingesetzt wurden! Dass er heute wieder alle Hobbys und sportlichen Aktivitäten vollkommen schmerzfrei und gut im Gleichgewicht bewältigen kann, verdankt er zwei ärztlichen Spezialisten aus Niederösterreich: Dem Zwettler Orthopäden Prof. Dr. Manfred Weissinger und Doz. Dr. Martin Nuhr, Facharzt für Physikalische Medizin aus Senftenberg.

„Ich konnte kaum mehr ohne Beschwerden liegen“
„Voriges Jahr im Frühling sind meine in Oberschenkel und Knie ausstrahlenden Schmerzen im Bereich beider Hüften so schlimm geworden, dass ich kaum mehr beschwerdefrei liegen konnte. Ich war nur noch in der Lage, kurze Strecken zu Fuß zurück zu legen. Besonders arg schmerzte es beim Gehen auf unebenem Gelände“, erinnert sich Walter Blöch. Als Ursache stand rasch eine sehr schwere, beidseitige Abnützung der Hüftgelenke fest. Da Tabletten und Injektionen keine Besserung brachten, wollte der noch immer berufstätige Unternehmer eine Reha-Behandlung im Nuhr Medical Center in Senftenberg versuchen.

Das lehnte der ärztliche Leiter Dr. Martin Nuhr jedoch zunächst ab: „Grundsätzlich ist die gezielte Stärkung bestimmter Muskelpartien vor einem chirurgischen Eingriff sehr empfehlenswert. Bei Herrn Blöch jedoch war die Arthrose so weit fortgeschritten, dass ich ihm angesichts seiner Schmerzen eine baldige Operation ans Herz legte.“ Bereits wenige Tage später informierte Dr. Manfred Weissinger den Patienten über die Möglichkeit, gleich beide Hüftgelenke während einer Operation auszutauschen. „Diese Vorgangsweise hat einige Vorteile, wird aber nur gewählt, wenn der Betroffene sonst gesund und in der Lage ist, aktiv an seiner Genesung mitzuarbeiten. Herr Blöch erfüllte diese Bedingungen hundertprozentig“, erklärt der erfahrene Chirurg.

Die Operation erfolgte einige Wochen danach im NÖ-Landesklinikum in Zwettl. Dr. Weissinger wählte für beide Seiten die schonende AMIS-Technik: „Dabei arbeitet sich der Operateur nur über einen kleinen Hautschnitt an der Vorderseite bis zum Gelenk vor. Muskeln und Sehnen werden nicht durchtrennt. Aufgrund unserer exakten digitalen OP-Planung können wir Beweglichkeit, Stabilität und Beinlängen gut einstellen und aufeinander abstimmen.“

Eingriff erfolgreich, Reha begann am Tag danach
Nach dem erfolgreichen Eingriff begann bereits am Tag danach die Rehabilitation als zweite, unverzichtbare Phase. Walter Blöch bewältigte seine ersten Schritte mit zwei neuen Hüften mittels Gehhilfen. Sechs weitere Tage verbrachte er im Spital. Gleich danach begann er seine ambulante Reha im Nuhr-Zentrum. Dort absolvierte er ein spezielles, für ihn vorbereitetes Programm, um harmonisches Gehen erst wieder neu zu lernen.

Zur vollen Zufriedenheit von Dr. Nuhr: „Dank der fachübergreifenden Zusammenarbeit und der Kooperationsbereitschaft des Patienten konnte dieser nach drei Wochen gehen ohne zu hinken! Mit der üblichen Physiotherapie alleine wäre das nicht möglich gewesen. Im Einzeltraining können wir voll auf den jeweiligen Patienten eingehen und ihn optimal fördern.“ Walter Blöch machte vielfältige Übungen, physiotherapeutische Anwendungen und lange Heilmassagen. Von seinen beiden Ärzten ist er begeistert: „Egal ob beim Wandern, Radfahren oder Fischen - ich genieße meine Freizeit wieder unbeschwert und schmerzfrei!“

Wolfgang Exel
Wolfgang Exel
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