Rasches Handeln ist eine Tugend, die besonders in schwierigen Situationen gefragt ist. Nur: In eiligen Zeiten wird gern gehudelt, und schnelles Handeln ohne jegliches Nachdenken führt in den seltensten Fällen zum Erfolg.
Die Liste an Beweisen für kopfloses Hudeln ist lang: Da wurde von der Regierung eine Impflotterie ausgerufen, ohne jegliche Überlegung, wie das überhaupt funktionieren soll. Oder die Impfpflicht. Rasch verkündet, zusammengeschustert - und wieder auf Eis gelegt. Nicht zu vergessen der Energiebonus, der - husch, husch - versprochen und ebenso schnell wieder korrigiert werden musste. Nun bekommt zwar jeder und jede einen Gutschein, aber nicht alle dürfen diesen einlösen. Klingt verrückt, ist es auch.
Der nächste schnelle Murks steht schon vor der Tür. Denn angesichts der allgemeinen Teuerung und des Anstiegs der Energiepreise im Speziellen gibt es bei den Rufen nach Entlastung kaum noch ein Halten. Gefordert wird etwa: ein Aussetzen der Mehrwertsteuer auf Sprit, ein Aussetzen der Mehrwertsteuer auf Haushaltsenergie, Einmalzahlungen, eine Erhöhung des Heizkostenzuschusses, das Aussetzen oder auch das Senken der Mineralölsteuer, ein Aufschub der CO2-Bepreisung, eine volle steuerliche Abzugsfähigkeit der Mineralölsteuer für Taxis, Verzicht des Handels auf große Margen zugunsten der Bauern und Bäuerinnen. Das ist noch lange nicht alles.
Dass gehandelt werden muss, steht außer Frage. Aber eine kurze Nachdenkpause dürfte dabei helfen.










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