US-Skistar Mikaela Shiffrin hat Online-Hassnachrichten veröffentlicht, die sie während der Olympischen Winterspiele erhalten hatte. Auf Instagram teilte die 30-Jährige einige der Kommentare. „Du bist ein verdammter Witz“, schrieb da etwa jemand und nannte Shiffrin ein „wertloses Stück Scheiße“. Jemand anderes schrieb: „Bleib in Italien, du Schlampe.“ Ein User schrieb, ironisch gemeint: „Es wäre so schade, wenn du dich verletzt und nie wieder skifahren kannst.“
Wieder jemand anderes schrieb: „Schäm dich, du Verräterin.“ Der Grund für viele Beleidigungen war offensichtlich, dass Shiffrin vor den Winterspielen in Italien zur aktuellen politischen Situation in den USA befragt wurde. Daraufhin zitierte sie Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela aus Südafrika und äußerte die Hoffnung, durch den Sport Werte wie „Inklusion, Diversität und Freundlichkeit“ zu befördern, die ihr wichtig seien.
Migrationspolitik der Trump-Regierung großes Thema
Shiffrin gewann in Cortina Gold im Slalom und schaffte damit auch eine Revanche für ihre völlig missglückten Winterspiele 2022 in Peking. Damals hatte sie als Favoritin in gleich mehreren Events keine Medaille gewonnen. Während der Spiele hielt sie sich von den sozialen Medien fern. Ihr Team teilte mit, dass sie keinen der Hasskommentare vor Ort in Cortina gesehen habe. Darüber hinaus habe man die Plattformbetreiber kontaktiert, um zu bewirken, dass just jene Nachrichten nicht mehr gelesen werden konnten.
Die Politik von US-Präsident Donald Trump und dessen Vorgehen gegen Migranten war ein großes Thema während Olympia. Viele Athletinnen und Athleten äußerten sich kritisch dazu – was wiederum dazu führte, dass ihnen aus Amerika vorgeworfen wurde, keine Patrioten zu sein. Sogar Trump selbst äußerte sich in einem Online-Beitrag sehr abfällig über einen Ski-Freestyler.
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