Nach „Krone“-Bericht

VP-Mandatar tritt nach Coronatest-Fälschung zurück

Wenige Stunden nachdem die „OÖ-Krone“ den Bericht veröffentlicht hatte, musste Friedrich Offenhauser seinen Hut nehmen: Der ÖVP-Gemeinderat aus Regau (Bezirk Vöcklabruck) soll sich mit dem positiven Gurgeltest eines Bekannten ein Genesungszertifikat erschlichen haben.

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Er sowie vier Familienangehörige und ein Bekannter kamen angeblich so zu einem derartigen Nachweis. Die ÖVP Oberösterreich, die aus der „OÖ-Krone“ von dem Verdacht erfuhr, teilte am Nachmittag mit, dass der Gemeinderat auf sein Mandat verzichten werde.

Anonyme Anzeige
Bereits Anfang Februar hatte die Polizei mitgeteilt, dass wegen einer anonymen Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck Ermittlungen eingeleitet worden waren. Die Beschuldigten sollen sich bei einer erkrankten 24-Jährigen sowie einem erkrankten 43-Jährigen positive Proben besorgt haben und unter den jeweils eigenen Daten auswerten haben lassen.

Der ÖVP-Kommunalpolitiker gab den mutmaßlichen Betrug gegenüber der „OÖ-Krone“ zu: „Das war sicher ein Fehler.“ Er habe den 2G-Nachweis für die Skiliftkarte benötigt. Eine Impfung lehne er ab. Gegen ihn sowie die anderen fünf Personen wurde bereits Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wels erstattet. Laut einer Sprecherin sei der Abschlussbericht fertig, näheres konnte sie aber am Mittwoch noch nicht sagen.

„Klärende Gespräche“
Politisch wurden Konsequenzen gezogen. Nach „klärenden Gesprächen“ mit dem schwarzen Gemeindeparteiobmann und dem Bürgermeister habe Offenhauser bekannt gegeben, sein Mandat zurückzulegen, informierte Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger.

 OÖ-Krone
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