17.02.2022 13:26 |

München war Endstation

Wienerin wollte mit Fake-Impfpass in USA fliegen

Aufgeflogen statt geflogen ist eine mutmaßliche Impfbetrügerin am Flughafen München: Die Wienerin wollte von dort zu ihrem Freund nach Chicago fliegen. Bei der Kontrolle am Gate wurde ihr mitgeteilt, dass ihr Genesenen-Status für die Einreise in die USA nicht ausreicht. Daraufhin legte sie einen gefälschten Impfnachweis vor. Die Frau wurde von der deutschen Polizei angezeigt. „Manche Leute kommen auf die dümmsten Ideen“, erklärten die Polizisten.

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Am Dienstag wollte die 29-Jährige zu ihrem Lebensgefährten fliegen. Bei der Kontrolle durch das Airline-Personal erklärte sie, sie sei genesen. Für die Einreise in die USA muss man aber vollständig gegen Covid-19 geimpft sein. Nachdem die Airline-Mitarbeiter dies der jungen Reisenden erklärt hatten, ging sie weg. Einige Zeit später kam sie allerdings wieder zurück - mit einem Scan von einem Impfnachweis in ihrem Mobiltelefon und einer skurrilen Erklärung, berichtete die Polizei in einer Aussendung.

„Logischerweise erhebliche Zweifel“
Die Wienerin zeigte dem Personal das vermeintliche Zertifikat auf ihrem Handy und erklärte, sie sei ja doch geimpft, und zwar im April und Mai des Vorjahres in den USA, habe das nur vergessen. Ihr Freund habe sie daran erinnert. Da die Kontrolleure „an dieser unglaublichen Geschichte logischerweise erhebliche Zweifel hatten“, holten sie Bundespolizisten hinzu.

„Dies und der Umstand, dass die junge Dame zu dem Zeitpunkt, als sie angeblich in den USA geimpft worden ist, nicht in den Staaten weilte, sowie der von den Bundespolizisten geäußerte Zweifel ob der Existenz von Online-Impfungen, sollten der Schwindlerin dann recht schnell ein Geständnis entlocken“, teilte die Polizei mit.

„Verständnis für die Sehnsucht“
Die junge Frau gab zu, das gefälschte Zertifikat von ihrem Freund, der seit zwei Jahren in North Carolina lebe, erhalten zu haben. Der Österreicher habe ihr das Falsch-Dokument geschickt, als er erfahren habe, dass sie mangels Impfnachweis nicht zu ihm fliegen darf. „Trotz des schnellen Geständnisses und allem Verständnis für die Sehnsucht des Freundes der jungen Österreicherin zeigten die Beamten die Wienerin wegen des Verdachts der Urkundenfälschung an“, erklärte die Flughafenpolizei. Die Impfbetrügerin musste statt nach Chicago zurück nach Österreich reisen.

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