SPÖ-Chef Dornauer:

„Dank VP gibt es in Tirol Gleiche und Gleichere!“

Tirol
05.02.2022 16:00

Die Gemeinde Weer arbeitet seit einiger Zeit an der Fortschreibung des örtlichen Raumordnungskonzeptes. An und für sich ein normaler Vorgang, der sich laut dem geltenden Tiroler Raumordnungsgesetz alle zehn Jahre in allen Tiroler Gemeinden wiederholt. Doch laut SPÖ-Chef Dornauer gibt es dort Gleiche und Gleichere.

Dieses Konzept weist unter anderem die künftigen Baulandflächen aus, Flächen für den sozialen Wohnbau, Gewerbegebiete, Freihaltefläche und vieles mehr. Am Ende eines langen Arbeitsprozesses wird dieses Konzept vom Land Tirol bestätigt oder eben versagt. „Der politische Stimmungskessel in Weer dampft allerdings seit einigen Monaten ganz gewaltig“, weiß Tirols oberster Roter, Georg Dornauer.

„Natürlich steigt der Unmut in Teilen der Bevölkerung, wenn 36 glückliche Mitglieder der Agrargemeinschaft Archenwald 36 Grundstücke zum Preis von rund einem Euro pro Quadratmeter erhalten. Als kleines Dankeschön für eine positive Widmung stellt man löblicherweise auch Flächen für den geförderten Wohnbau zur Verfügung und beteiligt sich an den anfallenden Erschließungskosten“, sagt der SP-Obmann weiter.

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Sollte mit den Flächen im großen Stil spekuliert und der Grundstückspreis in horrende Höhen getrieben werden, dann käme dies einem Totalversagen der ÖVP gleich.

Georg Dornauer

„Der Spekulation ist Tür und Tor geöffnet!“
Der Deal zwischen der Agrargemeinschaft und ihren eigenen Mitgliedern ist in trockenen Tüchern. „Ob tatsächlich alle 36 Agrargemeinschaftsmitglieder auch einen Eigenbedarf zur Bebauung nachweisen können, ist aus meiner Sicht zumindest hinterfragenswert“, zweifelt Dornauer. „Sollte mit den Flächen im großen Stil spekuliert und der Grundstückspreis in horrende Höhen getrieben werden, dann käme dies einem Totalversagen der ÖVP gleich. Daher empfehle ich der Aufsichtsbehörde im Raumordnungskonzept sicherzustellen, dass die Vertragsraumordnung verpflichtend anzuwenden ist.“

„Wo bleibt denn der Aufschrei der Grünen?“
Es bleibe einmal mehr ein fahler, schwarzer Beigeschmack: „Ganz zu schweigen von den Tiroler Grünen, die nicht müde werden in ihren Sonntagsreden die Biodiversität zu beschwören und die Bodenversiegelung vermeintlich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in der Landesregierung verhindern“, übt Dornauer scharfe Kritik am grünen Koalitionspartner. Für ihn steht fest: Die schwarz-grüne Landesregierung will nicht die notwendigen Schritte setzen, um tatsächlich leistbaren Wohnraum für alle Tirolerinnen und Tiroler langfristig sicherzustellen. „Das ist der eigentliche Skandal“, schließt Dornauer.

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